Ortsentwicklung Schönbrunn

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Morpho-Logic gewinnt Wettbewerb zur Ortsentwicklung Schönbrunn

Offene Plätze, eine eindeutige Ortsmitte und eine für zukünftige Herausforderungen flexible Idee: Das waren die ausschlaggebenden Argumente für den mit dem ersten Preis bedachten Entwurf beim städtebaulichen Realisierungswettbewerb für den Ort Schönbrunn in der Gemeinde Röhrmoos im Landkreis Dachau. Ausgezeichnet wurde das Büro Morpho-Logic der Architekten und Landschaftsplaner Michael Gebhard und Ingrid Burgstaller aus München. Mit dem zweiten Preis wurde das Büro Zwischenräume, ebenfalls aus München, ausgezeichnet. Der städtebauliche und landschaftsplanerische Realisierungswettbewerb wurde von der Viktoria-von-Butler-Stiftung ausgeschrieben, und hatte zum Ziel, rund 80% der Flächen in Schönbrunn neu zu planen.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Markus Tolksdorf, zeigte sich hochzufrieden mit den eingereichten Arbeiten: „Die Vielfalt der Lösungsansätze spiegelt die Vielfalt wider, die wir in Schönbrunn in den kommenden Jahren entwickeln wollen. Mit den ersten beiden Plätzen haben wir diejenigen Beiträge prämiert, die in unseren Augen die gestellten, komplexen Aufgaben am besten umgesetzt und uns einen Weg in die Zukunft gewiesen haben.“

Das Konzept von Morpho-Logic sieht vor, dem Ort Schönbrunn durch eine großzügig gestaltete West-Ost-Achse eine Mitte zu geben, die alte und neue Gebäude miteinander verbindet. Zusätzlich werden durch die Anordnung der zu entstehenden Gebäude Höfe geschaffen, die aber nicht alleine stehen, sondern die Flächen miteinander verbinden. Der Verkehr würde nach diesem Konzept verringert, sodass eine verkehrsberuhigte Ortsmitte zum Verweilen im Freien einlädt. Markante Punkte im Schönbrunner Ortsbild, wie beispielsweise die Kirchtürme und der alte Mühlenturm werden in das Konzept mit eingebunden und haben so eine identitätsstiftende Wirkung. Die in dem Wettbewerbsbeitrag vorgeschlagenen Gebäude ermöglichen eine vielfältige Nutzung für Wohnungen und durch Geschäfte. Die Wohnbebauung ist darüber hinaus geeignet, von ganz verschiedenen Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen genutzt zu werden. „Insgesamt werden mit beiden prämierten Beiträgen attraktive Strukturen geschaffen, die alle Menschen einladen in Schönbrunn zu leben“, so Tolksdorf.

Für Markus Tolksdorf war es ein wichtiges Kriterium, dass die Pläne auch realisierbar sind. „Wir wollen Schönbrunn zwar eine neue Prägung geben und den Ort für alle Menschen öffnen. Trotzdem war es für uns wichtig, dass eine Entwicklung stattfinden kann und auch zukünftige Herausforderungen mit berücksichtigt werden können. Im Mai wird nun die Viktoria-von-Butler-Stiftung eines der beiden prämierten Modelle auswählen. Für uns geht es dann darum, einen Umsetzungsplan zu erarbeiten und eng mit der Gemeinde Röhrmoos abzustimmen, damit dort die nötigen planungsrechtlichen Schritte eingeleitet werden können. Sobald die nötigen Gespräche zur Finanzierung geführt wurden und das Vorgehen klar ist, können wir eine Realisierung bald in Angriff zu nehmen.“

Der Wettbewerb war als nichtoffener einstufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt und wurde als Einladungswettbewerb im kooperativen Verfahren durchgeführt. Die Erarbeitung und Betreuung des Wettbewerbs erfolgt durch Dr. Markus Hertlein von HSP Projektmanagement und Beratung, der von Walter Landherr, Architekt und Stadtplaner aus München unterstützt wurde. Die Dorfentwicklung des Ortes Schönbrunn ist einer der Stiftungszwecke der Viktoria-von-Butler-Stiftung, die im vergangenen Jahr von den Franziskanerinnen von Schönbrunn gegründet wurde.

Im Fachpreisgericht saß neben den Münchner Architekten Prof. Annegret Boos-Krüger, Prof. Ulrich Holzscheiter und Bernhard Peck auch der Kreisbaumeister des Landkreises Dachau, Georg Meier. Sachlich bewertet wurden die Arbeiten von Bezirkstagspräsident Josef Mederer, dem Dachauer Landrat Stefan Löwl, dem Röhrmooser Bürgermeister Dieter Kugler und dem Vorsitzenden des Vorstands der Viktoria-von-Butler-Stiftung, Markus Tolksdorf. Bewertet wurde unter anderem das Erreichen der städtebaulichen und landschaftsplanerischen sowie funktionalen Zielsetzung, die Qualität der städtebaulichen und landschafsplanerischen Struktur und Gestalt, die Gestalt und Funktionalität der Grün- und Freiflächenplanung, die Funktionalität der Erschließung sowie die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der eingereichten Arbeiten. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge können ab dem 18. April für eine Woche im Haus Johannes, Raphaelweg 9 in Schönbrunn, besichtigt werden.

Die Pläne der beiden Gewinnermodelle, ausführliche Brgründungen der Jury und weiteres Hintergrundmaterial finden Sie auf der Seite der Viktoria-von-Butler-Stiftung.


Ortschaft der Woche - Schönbrunn

Das Dorf Schönbrunn im Dachauer Hinterland wurde vom Regionalsender München TV für die Reihe "Ortschaft der Woche" besucht. Moderatorin Marion Schieder beleuchtete die Geschichte des Dorfes, seine Bewohner und was den Reiz der Ortschaft ausmacht.

Die charmanten Portraits wurden in der Woche 31. März bis  zum 3. April ausgestrahlt. Sie sind auch in der Mediathek des Senders abrufbar (einfach auf die Überschriften der Kästen unten klicken).

Teil 1 - Geschichte Schönbrunns

Den Anfang machte Sr. M. Gabriele Konrad. Sie erläutert die Geschichte des Dorfes, das eng mit der Geschichte und Spiritualität der Franziskanerinnen von Schönbrunn verknüpft ist.

Teil 2 - Dorfentwicklung und Vision 2030

Nach dem Blick in die Geschichte erklärt Geschäftsführer Markus Tolksdorf den Charme und die Herausforderung, Schönbrunn zu einem Dorf für Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln.

Teil 3 - Die Werkstatt des Franziskuswerks

Valentin Schmitt und Sebastian Wacht von der Werkstatt des Franziskuswerks stellen die Werkstatt und ihre Dienstleistungen vor und gesellen sich in der Gärtnerei zu einer kleinen Geburtstagsfeier. 

Teil 4 - DSI und Biogasanlage

Andreas Simmnacher, Betriebsleiter der DSI, lädt Marion Schieder zum Reifenwechseln und erklärt das Konzept der Biogasanlage Schönbrunn.