Ziele und Grundsätze

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Die Grundlagen unserer Arbeit sind in den Dokumenten "Philosophie des Franziskuswerk Schönbrunn" und im "Pädagogischen Konzept" festgehalten. Im folgenden finden Sie die wichtigsten Auszüge daraus.

Der Franziskusbrunnen auf dem Josefsplatz von Schönbrunn.

Es ist unsere Aufgabe, Menschen mit Behinderung ein Leben in Würde und zum Heil zu ermöglichen. Diese Aufgabe nimmt nicht das Behindernde und Einschränkende in den Blick, sondern die ganze Person. Für Christen ist die unveräußerliche Würde des Menschen darin begründet, dass er im voraus in all seinen Leistungen, seinen Fertigkeiten und Unfertigkeiten von Gott geliebt und endgültig bejaht wird. Er hat Anspruch auf Achtung seiner Personalität und Individualität.

Unsere Sicht vom Menschen bindet uns
Menschsein bedeutet "Menschwerden". Im Laufe seines Lebens versucht jeder Mensch, seine Identität zu finden und ihr treu zu bleiben. Dazu braucht er die Hilfe anderer Menschen. Menschsein heißt immer auch "in Beziehung leben".

Unser Wirken orientiert sich an der Botschaft und am Wirken Jesu Christi
Das Leben und Wirken Jesu, seine Sicht vom Menschen und sein Umgang mit den Menschen, ist der Maßstab, an dem wir unsere Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen ausrichten.

Franz von Assisi weist uns einen Weg
Das Leben und Wirken des Hl. Franziskus, sein Beispiel der Nachfolge Jesu Christi zeigt, wie Nachfolge konkret aussehen kann und ist uns Vorbild für unsere tägliche Arbeit.

Der Stil unserer Arbeit - die Kultur unseres Werkes
Miteinander leben und arbeiten im Alltag gelingt dann, wenn es geprägt ist von Achtung, Toleranz, Verständnis, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.

Pädagogisches Konzept

Unser Leben ist geschenktes, einmaliges Leben. Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen sein Leben zu leben und zu gestalten
Damit Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können, brauchen sie unsere Hilfe. Die Pädagogische Konzeption beschreibt, wie diese Hilfe im Franziskuswerk Schönbrunn ganz konkret aussieht. Sie zeigt auf, was wir tun, damit die Menschen, die uns anvertraut sind, sagen können: Das Leben ist schön...

Heimat haben -
im Franziskuswerk zuhause sein

Der Mensch braucht ein Zuhause, das er selbst wählen kann, in dem er sich geborgen, angenommen und sicher fühlt und das er entsprechend seiner physischen und psychischen Möglichkeiten gestalten und pflegen kann.

Sich wohl fühlen -
Pflege, Ernährung und Bewegung

Im Laufe des Lebens erlebt der Mensch den Bogen über Gepflegt Werden bis zur Selbstpflege, um schließlich im Alter der Pflege wieder bedürftig zu werden. Menschen mit Behinderung wird Pflege im Alltag geboten, und das Maß der Unterstützung richtet sich auch hier nach der individuellen Bedürftigkeit mit dem Anspruch, Privatheit zu sichern und Eigenständigkeit zu fördern und fordern.

Sich entfalten -
Lernen und Förderung, Erziehung und Bildung

Gemäß den Fähigkeiten, den Interessen und den Bedürfnissen des Menschen mit Behinderung geben wir vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung, Entfaltung und Bildung. Oberstes Ziel hierbei ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe.

Etwas tun - etwas können -
Arbeit und Beschäftigung

Den größten Teil seiner Zeit verbringt der Mensch mit Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Freizeitgestaltung.
Die Erwerbsarbeit hat in unserer Gesellschaft hohes Ansehen und ist für das Selbstverständnis und Selbstbewußtsein des Menschen von enormer Bedeutung.
Gerade auch Menschen mit Behinderung brauchen Arbeit und Tätigsein, um das Gefühl der Anerkennung und des Selbstwerdens zu erleben.

Ich - sein - dürfen -
Individualität und Selbstbestimmung

Jeder Mensch strebt nach Selbständigkeit und Autonomie. Ein Ziel der menschlichen Entwicklung soll die Erlangung des höchst möglichen Maßes an Selbstbestimmung sein. Selbsttätigkeit und Selbständigkeit wollen wir zu einem wichtigen Leitsatz im Alltag machen.

Gemeinsam sind wir stark -
Teilnahme am gesellschaftlichen Leben

Der Mensch kann sich selbst im Du erkennen. Die wechselseitige Beeinflussung ist hilfreich und für die Entwicklung jedes Menschen maßgeblich. Gerade auch der Mensch mit Behinderung bedarf der Gemeinschaft, freilich nicht immer in der gleichen Form und Intensität. Sicherheit, Geborgenheit und Trost wollen wir geben und dort wo es geboten ist auch Anwalt des Menschen mit Behinderung sein.

Dem Leben Sinn geben -
religiöse Erfahrungen und ethische Orientierung

In unserem Leben und Arbeiten orientieren wir uns an den Grundaussagen zu einem christlichen Menschenbild: Jeder Mensch erhält sein Leben aus der Hand Gottes und ist Gottes Ebenbild. Darin liegt letztlich seine Würde begründet. Menschen mit Behinderung suchen nach Sinn und ethischer Orientierung. Wir sehen es als Herausforderung an, zusammen mit den Menschen mit Behinderung ein immer besseres Gespür für die spirituelle Dimension in den konkreten Alltagserfahrungen zu entwickeln.