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27.01.2014

Auszubildender der Akademie Schönbrunn mit dem D. Ludwig Schlaich Preis ausgezeichnet

Michael Werner bei der Präsentation seiner Facharbeit vor den etwa 100 anwesenden Schulleitern während der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege und Heilerziehung in Deutschland.

Der Absolvent der Heilerziehungspflegeschule an der Akademie Schönbrunn, Michael Werner, ist von der D. Ludwig Schlaich Stiftung für seine herausragende Facharbeit mit dem Thema „Sozialraumorientiertes heilerzieherisches Arbeiten in der Sozialpsychiatrie“ geehrt worden. Die Ehrung fand während der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege und Heilerziehung in Deutschland (BAG HEP e.V.) vom 04. bis 06. November 2013 in Bremerhaven statt. Der Vorsitzende der Stiftung, Werner Kiemle, nahm die Ehrung vor, die insgesamt nur drei Preisträger erhielten.

Große Anerkennung fand Werner bei den rund 80 versammelten Schulleitungen aus ganz Deutschland für die Art und Weise, mit der der Preisträger seine Arbeit vorstellte und damit für seine Berufsgruppe Werbung betrieb.

Angeregt durch eine Studienfahrt, bei der das Kennenlernen von Hamburger Diensten und Angeboten der Behindertenhilfe im Fokus stand, entschloss sich Michael Werner, sich bei seiner Facharbeit intensiv mit dem Thema „Sozialraumorientierung“ auseinander zu setzen. Werner war während seiner Ausbildungszeit in einer sozialpsychiatrischen stationären Einrichtung in München tätig.

Er kam bei seinen Arbeiten immer mehr zur Überzeugung, dass für eine Umsetzung von sozialraumorientiertem Arbeiten die Haltung der professionellen Helfer ganz entscheidend sei. Diese müsse von Personen- und Ressourcenorientierung bestimmt sein. Zur Bestimmung des Sozialraums der Klienten stellte Werner fest, dass weniger der Stadtteil, in dem die Klienten aktuell stationär leben, entscheidend sei, sondern vielmehr der immer wichtiger werdende virtuelle Raum, beispielsweise das eigene Facebook-Profil oder das Viertel, in dem ihr elterlicher Wohnsitz liegt. Er belegt dies anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis.

Die D. Ludwig Schlaich Stiftung wurde nach dem Begründer der Ausbildung in Heilerziehungspflege benannt. Schlaich hatte bereits im Jahr 1933 erste Ideen zu einer Ausbildung, die sich an den Erfordernissen der Begleitung von Menschen mit einer geistiger Behinderung gerecht orientiert, in einer diakonischen Einrichtung in Baden Württemberg in die Tat umgesetzt.

Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, Facharbeiten von Schülerinnen und Schülern zu prämieren und besondere Projekte, die die Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen verbessern, zu fördern. Dabei werden innovative Ansätze der Heilerziehungspflege, gelungene Verbindungen von theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung sowie die Förderung von Akzeptanz der Menschen mit Behinderung in der Bevölkerung gewürdigt.