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25.04.2013

Deutsch-Östereichischer Fachaustausch zur Behindertenhilfe

Auf dem Bild v.l.n.r.: Eva Janica, Leiterin Städtepartnerschaften in Klagenfurt, Andreas Jesse, Geschäftsführer autArK Soziale Dienstleistungs-GmbH, Dr. Tanja Jörgensen, Amt für Kultur, Tourismus und Zeitgeschichte, Stadt Dachau, Leopold Siegl, Standortleitung, Integrationsprojekt Eicher, St. Salvator, Valentin Schmitt, Leiter Geschäftsbereich Arbeit und Förderung, Franziskuswerk Schönbrunn, Renate Kiermair, Leitung Abteilung Kultur und Zeitgeschichte, Stadt Dachau, Markus Tolksdorf, Geschäftsführer Franziskuswerk Schönbrunn gGmbH

Eine Delegation der österreichischen Behindertenhilfeeinrichtung AutArK hat zusammen mit einer Vertreterin der Stadt Klagenfurt das Franziskuswerk Schönbrunn besucht. Ziel des Besuchs war ein fachlicher Austausch über die jeweiligen Herangehensweisen und Herausforderungen und Konzepte bei der Umsetzung der UN-Konvention über Rechte von Menschen mit Behinderung. Initiiert wurde der Besuch von der Stadt Klagenfurt, die mit der Stadt Dachau eine Städtepartnerschaft pflegt. Die für Städtepartnerschaft zuständige Referentin, Renate Kiermair, zeigte sich angetan von dem Besuch: „Man kann die Sozialhilfesysteme zwar nicht unmittelbar vergleichen, aber wir würden uns sehr freuen, wenn durch den Besuch eine neue Facette in der Städtepartnerschaft mit Klagenfurt entsteht.“ 

Der Geschäftsführer von AutArK, Andreas Jesse, fand besonders die Ideen der Vision 2030 gut: „Es ist erstaunlich, was hier am Ort alles vorhanden ist. Ich denke, dass die Idee, Menschen ohne Behinderung nach Schönbrunn zu holen genau der richtige Weg ist. Schließlich ist Normalität das, was sich Menschen mit Behinderung wünschen – hier genauso wie in Österreich.“ Trotz aller Zustimmung fanden die österreichischen Kollegen aber auch kritische Worte: „Natürlich sind die Gebäude und Flächen hier einmalig und ein Dorf zu gestalten ist eine große Chance. Aber ich denke, es ist wichtig, dass Strukturen, die Eigenständigkeit behindern immer auch hinterfragt werden müssen – vor allem auch im Kleinen.“

Valentin Schmitt, Leiter des Geschäftsbereichs Arbeit und Förderung im Franziskuswerk Schönbrunn,bekräftigte den Auftrag des Franziskuswerks: „Die Organisationen sind in Aufbau und Größe nicht zu vergleichen, trotzdem ist unser Auftrag derselbe: Behinderte Menschen auf ihrem Weg zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu begleiten. Ein Austausch hier kann sicher zu neuen Impulsen und Denkanstößen führen.“

Die Städtepartnerschaft der Stadt Dachau mit der Stadt Klagenfurt besteht bereits seit 1974. AutArK ist im österreichischen Kärnten tätig, vor allem im Großraum Klagenfurt und betreut dort rund 250 Menschen mit Behinderung vollstationär und betreut rund 1300 weitere mit einem sogenannten mobilen Beratungsdienst. In Einrichtungen des Franziskuswerks leben rund 850 Menschen mit Behinderung. Mit rund 1300 Mitarbeitern ist das Franziskuswerk der größte Arbeitgeber im Landkreis Dachau.

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