Nachrichten

Bitte aktivieren Sie Ihr JavaScript um die Seite vollständig nutzen zu können.
25.09.2017

Dezentralisierung von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung

Markus Holl begrüßt die Gäste.

Vereinbarung mit der Aktion Mensch ist erfüllt

Das Franziskuswerk Schönbrunn feierte am 21. September 2017 im Schönbrunner W5 - Bürgerhaus, Café & Bistro unter dem Motto "Angekommen - und noch viel vor" den gelungenen Aufbau von über 180 Wohnplätzen in der Region. Die Dezentralisierung der Wohnplätze von 2008 bis 2016 wurde von der Aktion Mensch mit rund 725.000 Euro bezuschusst.

"Mit den im Landkreis Dachau geschaffenen, kleinteiligen Wohnalternativen haben Menschen mit Behinderung die Wahlmöglichkeit, wo sie gerne wohnen möchten. Das Franziskuswerk hat damit einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der Vision 2030 und der UN-Behindertenrechtskonvention gemacht. Mit einer Wohnung innerhalb der Gemeinde wachsen die Anreize, sich gegenseitig kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen - weitere, wichtige Schritte auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Zusammenleben und zu einem selbstverständlichen gesellschaftlichen Miteinander", betonte Michaela Streich, Geschäftsfeldleiterin Soziale Dienste und Einrichtungen im Franziskuswerk, die Bedeutung der Wohnungen im Landkreis. Die Förderung der Aktion Mensch fußte auf drei Säulen: der Wohnberatung für Menschen mit Behinderung im Projekt "Wohnen wie ICH es mag", der Förderung des Ambulant Begleiteten Wohnens und der Förderung von Ausstattungen neuer Wohneinheiten. Im Förderzeitraum hat das Franziskuswerk Wohnalternativen in den Gemeinden Petershausen, Röhrmoos, Dachau, Vierkirchen, Markt Indersdorf, Niederroth, Hilgertshausen und Stetten verwirklicht.

Die Verringerung der Wohnplätze am Ort Schönbrunn hat gleichzeitig zu einer erheblichen Verbesserung der Wohnqualität dort geführt: Alte Gebäude wurden zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt und die Einzelzimmerquote hat sich bei gleichzeitiger Verringerung der Wohngruppengröße erhöht.

Das Franziskuswerk Schönbrunn hat sich mit der Formulierung der Vision 2030 auf den Weg gemacht, die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention vorbildlich umzusetzen. Menschen mit Behinderung jedes Lebensalters sollen Förderung und Assistenz dort erhalten, wo sie sie benötigen, um in ihrem Alltag zurechtzukommen, an der Gesellschaft teilzuhaben und ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten - in Schönbrunn oder an einem Ort in der Region. "...und noch viel vor" zeigt auf, dass es noch viel zu tun gibt, bis Menschen mit Behinderung in allen Bereichen ihres Lebens - Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Bildung - vollumfänglich teilhaben können.