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11.10.2016

Elisabeth-Bamberger-Schule eingeweiht

Schulleiterin Petra Weindl wurde von Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl mit einem Blumenstrauß begrüßt.

„Als ich die wunderbaren Grafiken hier am Zaun das erste Mal gesehen habe, war ich zuversichtlich und erleichtert, denn ich hatte das Gefühl, dass alles klappt.“ Man sieht Petra Weindl an, wie froh sie als Schulleiterin der Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule ist, dass der Schulbetrieb in den Schulcontainern in Hebertshausen gestartet ist. Bei einem kleinen Festakt wurde die Schule im Oktober 2016 offiziell eingeweiht. Dass es nur zwei Wochen nach Ende der Sommerferien endlich losgehen sollte, konnte so richtig keiner glauben - als „kleines Wunder bezeichnete“ es die zuständige Regierungsschuldirektorin Hiltrud Schmand-Müller.

In der Tat standen die Vorzeichen noch im vergangenen Herbst nicht besonders gut für den Fortbestand der Dr-Elisabeth-Bamberger-Schule. Wegen Finanzproblemen hatte der alte Träger angekündigt, die Trägerschaft abzugeben und den Schulstandort aufzugeben. Bis das Franziskuswerk sich bereit erklärte, die Trägerschaft zu übernehmen und die Gemeinde Hebertshausen im März einen Übergangsstandort zur Verfügung stellte. „Für den Gemeinderat hier und für mich war es eine Selbstverständlichkeit, um den Schulstandort zu stärken und zu entwickeln und auch, um die Kinder und Jugendlichen mitten in die Gesellschaft zu holen“, sagte Bürgermeister Richard Reischl bei der Einweihungsfeier.

Die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule ist als Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ein neues Feld, auf das sich das Franziskuswerk begibt und das eine gute Ergänzung zur bestehenden Angebotspalette des Franziskuswerks darstellt. „Ich spüre, dass Sie die Haltung mitbringen, die in der UN-Behindertenrechtskonvention formuliert ist: Die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität“, zitierte Markus Tolksdorf, Geschäftsführer des Franziskuswerks, eines der Grundlagenpapiere für die Arbeit des Unternehmens.

Insbesondere rief er die Schulgemeinschaft dazu auf, auszuprobieren und zu entwickeln, was Kooperationen mit anderen Schulformen, z.B. mit der nahegelegenen Grund- und Mittelschule, zu diesem Ziel beitragen können. Denn zwar sei der Baukörper nicht dazu geeignet einen Architekturpreis zu gewinnen, trotzdem gebe es hier beste Voraussetzungen für gute Lernbedingungen. So können die Schülerinnen und Schüler und deren Lehrer neue Erfahrungen machen, mit Mut und Kraft Neues in der Beschulung in einem Förderzentrum E ausprobieren, sich auf Kooperationen einlassen und Grenzen aufweichen. Denn: „Schön wäre es, wenn wir in fünf Jahren diese Erfahrungen in die Architektur für die neue Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule einfließen lassen können, dass dann eine Schule entsteht, die gut, aber vielleicht ganz anders ist, als wir uns das heute vorstellen können.“

Wie es weitergeht, davon haben die Schülerinnen und Schüler auch schon ganz konkrete Vorstellungen. Bei der Andacht zur Einweihung äußerten sie ganz frei ihre Wünsche für die Zukunft: „Wir wünschen uns einen Sandkasten, ein Klettergerüst, eine Wippe und auch eine Nestschaukel!“ Und dann ist ganz sicher der Stress des vergangenen Jahres vergessen und die Kinder und Jugendlichen der Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule sind endgültig in ihrem neuen Zuhause angekommen.