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14.09.2016

Franziskuswerk Schönbrunn gibt Läden in Dachau auf

Das Franziskuswerk Schönbrunn gibt bis spätestens 30. Juni 2017 seine Dachauer Läden in der Altstadt und am Klagenfurter Platz auf. Der Grund dafür ist die wirtschaftliche Situation der Einzelhandelsgeschäfte, die in den vergangenen Jahren jährlich ein Defizit verursacht haben. Trotz intensiver Prüfung von Alternativen war es nicht möglich, ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu entwickeln.

"Als verantwortungsvolles Unternehmen ist uns dieser Schritt nicht leicht gefallen, auch weil wir um die Bedeutung des letzten Lebensmittelladens in der Dachauer Innenstadt wissen. Trotzdem müssen wir wie jedes Unternehmen mit unseren Geldern verantwortungsvoll umgehen. Und deshalb war der Betrieb der Dachauer Läden nicht mehr zu halten", begründet Geschäftsführer Markus Tolksdorf die Entscheidung.

Auch die Annahme optimistischer Rahmenbedingungen für alternative Ladenkonzepte würde das negative Gesamtergebnis für die Läden in Dachau nicht verbessern. Dieses würde verursacht vor allem durch erhöhte Abschreibungen für notwendige Investitionen, anfallende Betriebskosten und durch die Kosten für Personal, das im gesamten Franziskuswerk Schönbrunn nach einem an den öffentlichen Dienst angelehnten Tarif bezahlt wird.

Das Franziskuswerk versucht, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Läden alternative Arbeitsplätze im Unternehmen anzubieten. Einsatzmöglichkeiten gibt es viele, z.B. in der Assistenz von Menschen mit Behinderung oder im Bistro des Schönbrunner Bürgerhauses, welches bald eröffnet wird. Für die Menschen mit Behinderung, die in den Läden arbeiten, wird versucht, baldmöglichst einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren Fähigkeiten und Neigungen am besten entspricht.

Der Laden in Schönbrunn wird weiter betrieben. Zur Steigerung der Attraktivität des Dorfes Schönbrunn und zur Unterstützung der Versorgung von Wohngruppen und der Bevölkerung spielt der Laden dort eine sehr wichtige Rolle.

Die Geschäftsführung des Franziskuswerks hat in den vergangenen Jahren eine Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung eingeleitet und einzelne Geschäftseinheiten auch auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft. Dabei ging es immer um die Sicherstellung der Kernaufgaben des Franziskuswerks.