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31.07.2013

Franziskuswerk startet Modellprojekt für langzeitarbeitslose Menschen

Die Teilnehmer der Pressekonferenz am Tisch v.l.n.r: Valentin Schmitt, Geschäftsbereichsleiter Arbeit und Förderung im Franziskuswerk Schönbrunn, Hans Huber, GSM Training & Integration, Peter Schadl, Geschäftsführer jobcenter Dachau, Bernhard Seidenath, CSU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Sozialausschuss des bayerischen Landtags, Markus Holl, stellv. Geschäftsführer Franziskuswerk Schönbrunn gGmbH, Josef Mederer, Präsident des oberbayerischen Bezirkstags. Nicht auf dem Foto: Maritta Böhme-Greppmair, Projektleiterin

Franziskuswerk startet Projekt für langzeitarbeitslose Menschen
Gute Kooperation mit Jobcenter Dachau zur beruflichen Wiedereingliederung

Das Franziskuswerk Schönbrunn startet in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Dachau ein Modellprojekt für langzeitarbeitslose Menschen. Ziel des Projektes ist es, langzeitarbeitslose Menschen aus dem Landkreis Dachau wieder an ein geregeltes Arbeitsleben heranzuführen und eine erfolgreiche Eingliederung in ein Unternehmen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Maßgeblich vorangetrieben und initiiert wurde das Projekt vom Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath, der die Idee bei einem Besuch des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, vorbrachte. "Mit seinem Know-How ist das Franziskuswerk Schönbrunn der ideale Partner, um Langzeitarbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, dieses Projekt nun starten zu lassen." An dem Projekt, das auf 24 Monate angelegt ist, können zunächst 25 Personen teilnehmen.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Franziskuswerks, Markus Holl, sagte dazu: "Langzeitarbeitslose Menschen erfahren in ihrer besonderen Lebenssituation oft besondere Barrieren, wenn sie wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Mit unserer Erfahrung bei der beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung können wir hier sehr gezielt unterstützen. Ein positives Selbstwertgefühl entwickeln, Unterstützung bei der Strukturierung des Tagesablaufes und eine motivierende und wertschätzende individuelle Begleitung sind genau die Methoden, die auch bei der Arbeit von Menschen mit Behinderung zum Einsatz kommen," schildert Markus Holl die Arbeit im Projekt. Die wöchentliche Arbeitszeit zu Projektbeginn beträgt maximal 25 Stunden, kann aber je nach Verlauf und individueller Belastbarkeit verändert werden.

Der Geschäftsführer des Jobcenters Dachau sieht den Startzeitpunkt als sehr günstig: "Im Landkreis Dachau haben wir rund 270 Langzeitarbeitslose mit teilweise gebrochenen Erwerbsbiographien. Gerade jetzt, wo wir gute Arbeitsmarktzahlen haben, können wir für diese Menschen sorgen, wenn es wieder schwieriger wird, haben sie erst recht keine Chance mehr."

Die langjährige Mitarbeiterin Maritta Böhme-Greppmair ist für die Projektdurchführung verantwortlich. Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Arbeitsbereiche im Franziskuswerk steht den Projektteilnehmern ein breites Angebot an Arbeitsplätzen zur Verfügung. Es sind Arbeitsplätze im Bereich der Verwaltung, des Handwerks, Dienstleistungen und in der Betreuung. Die Teilnehmer erhalten während des Projekts weiterhin Arbeitslosenunterstützung und Bezüge bezahlt. In das Projekt eingebunden ist außerdem der externe Arbeitsmarktdienstleister GSM Training & Integration durch flankierende Beratungs- und Qualifizierungsleistungen. Ebenso finden zwischen den teilnehmenden Personen und ihren Anleitern regelmäßige Gespräche statt. Die Projektleitung informiert monatlich das Jobcenter Dachau über den Projektstand. Dabei werden auch die Entwicklungsschritte der Teilnehmer und das weitere Vorgehen besprochen.

Die Verweildauer eines Teilnehmers im Projekt ist durch die unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen offen. Wichtig ist die positive Tendenz auf die Zielerreichung, sich Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen, die eine Vermittlung auf einen Arbeitsplatz des ersten Arbeitsmarktes ermöglichen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bezuschusst. Die Teilnehmer der Pressekonferenz am Tisch v.l.n.r: Valentin Schmitt, Geschäftsbereichsleiter Arbeit und Förderung im Franziskuswerk Schönbrunn, Hans Huber, GSM Training & Integration, Peter Schadl, Geschäftsführer jobcenter Dachau, Bernhard Seidenath, CSU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Sozialausschuss des bayerischen Landtags, Markus Holl, stellv. Geschäftsführer Franziskuswerk Schönbrunn gGmbH, Josef Mederer, Präsident des oberbayerischen Bezirkstags. Nicht auf dem Foto: Maritta Böhme-Greppmair, Projektleiterin