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06.08.2012

Landesbehindertenbeauftragte besucht Franziskuswerk

(v.l.) Markus Tolksdorf, Geschäftsführer des Franziskuswerks, Irmgard Badura, Landesbehindertenbeauftragte, Wolfgang Rettinger, Behindertenbeauftragter des Landkreises Dachau, Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Michaela Streich, Leiterin der Sozialen Dienste und Einrichtungen im Franziskuswerk.

Die Beauftrage der bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, hat das Franziskuswerk Schönbrunn besucht. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild über die Inklusionsbemühungen und die Ziele des Franziskuswerks zu machen. In einer Gesprächsrunde mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath, und dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Dachau, Wolfgang Rettinger, stellten der Geschäftsführer des Franziskuswerkes, Markus Tolksdorf, und die Leiterin der sozialen Dienste und Einrichtungen, Michaela Streich, das Konzept der Außenwohngruppen vor. Die Planungen zur Weiterentwicklung des Dorfes Schönbrunn im Rahmen eines inklusiven Modellprojekts wurden ebenfalls thematisiert.

Die Landesbehindertenbeauftragte zeigte sich angetan von der Idee: "Großeinrichtungen für die Erfordernisse der UN-Behindertenrechtskonvention fit zu machen ist immer ein Prozess in beide Richtungen: von innen nach außen und von außen nach innen. Für diese Mammutaufgabe wünsche ich Ihnen viel Glück und viel Erfolg. Denn Inklusion ist ein gesellschaftlicher Wert." Der Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft, an der Menschen mit und ohne Behinderung völlig gleichberechtigt teilhaben können war ebenfalls Thema des Gesprächs.

Markus Tolksdorf forderte das Ausprobieren neuer Unterstützungsmodelle, denn es gäbe keine Komplettlösung, die die nächsten 20 Jahre Bestand haben könne. "Denn wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, verändern sich die fachlichen Konzepte mit. Das zeigen die Erfahrungen in anderen Bundesländern", sagte Tolksdorf weiter. Irmgard Badura stimmte ihm zu: "Die Vernetzung mit anderen Einrichtungen ist wichtig. Flexibilisierung ist das Schlüsselwort: bei verschiedenen Wohnformen, bei den Assistenzleistungen und vor allem bei den Kostenträgern. Wohngruppen in kleineren Einheiten im Großraum München zu finanzieren ist etwas anderes, als beispielsweise in Tirschenreuth oder Hof."

Der Besuch der Landesbehindertenbeauftragten Irmgard Badura wurde von Wolfgang Rettinger und Bernhard Seidenath initiiert. "Im Franziskuswerk und in Schönbrunn sind im Moment viele Dinge in Bewegung, die in die Zukunft weisen. Da ist es wichtig, die entsprechenden Stellen mit ins Boot zu holen", sagte Rettinger nach dem Termin. Auch Bernhard Seidenath unterstrich die positiven Auswirkungen des Franziskuswerks auf den Landkreis Dachau: "Als größter Arbeitgeber im Landkreis hat das Franziskuswerk natürlich eine große Bedeutung in der Region. Von einigen Angeboten können wir profitieren, beispielsweise vom Bereich Arbeit und Förderung und den dort umgesetzten Berufbildungsmaßnahmen."