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23.10.2013

Spatenstich für Neubauten am Raphaelweg 5 a-c

Auf dem Foto (v.l.): Roman Dienersberger (Regierung von Oberbayern), Michaela Streich (Geschäftsfeldleitung Soziale Dienste und Einrichtungen, Franziskuswerk), Markus Tolksdorf, Sr. M. Benigna Sirl, Siegfried Khuon, Josef Mederer, Bernhard Seidenath, Pfarrer Michael Bartmann, Hans Lingl (Bürgermeister Röhrmoos), Burkard Rappl

Schönbrunn, 23. Oktober 2013 – Mit dem offiziellen Spatenstich gaben der Geschäftsführer des Franziskuswerks Schönbrunn, Markus Tolksdorf, und Sr. M. Benigna Sirl, die Generaloberin der Franziskanerinnen von Schönbrunn, den Startschuss zum Neubau dreier Wohneinheiten in Schönbrunn als Ersatz für ein altes Wohnheim. An dem Spatenstich nahmen auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Burkard Rappl, zuständiger Ministerialdirigent vom bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath sowie Vertreterinnen und Vertreter der Regierung von Oberbayern teil. In seiner Ansprache dankte Markus Tolksdorf allen Beteiligten für ihre Unterstützung für das Projekt, das insgesamt rund 11,7 Millionen Euro kosten wird. „Mit diesen drei Gebäuden steigen wir ein in kleinteiligere Wohnformen und die unmittelbare Gestaltung des Dorfes Schönbrunn“, sagte Tolksdorf.

Der gemeinsame Weg, wie die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung umgesetzt werden kann, erfordere ein Miteinander aller Beteiligten, betonte Tolksdorf. Bauen zwischen wirtschaftlicher Vernunft und pädagogischen Erfordernissen sei schon immer schwer genug und auch umstritten gewesen. „Wo aber Strukturen und Angebote geschaffen werden, die Leben in der Gemeinschaft ermöglichen und fördern, wird die Notwendigkeit sozialpädagogischer und betreuerischer Besonderung abgebaut. Bei Neubauten wie diesen ist deshalb künftig darauf zu achten, dass die Räume und Gebäude so gestaltet sind, dass die pädagogische Begleitung, die Assistenz für Menschen mit Behinderung und damit deren Entwicklung zu mehr Lebensqualität im Vordergrund stehen kann, ohne dabei an Qualität in der Pflege zu verlieren.“

Ganz besonders dankte Tolksdorf auch Sr. M. Benigna Sirl für die Unterstützung. „Ihr gewaltiger Zuschuss für diesen Bau ist für uns eine deutliche Bestätigung für den Weg, den wir gemeinsam gehen werden“ sagte Tolksdorf und spielte auf die Vision 2030 an, mit der das Franziskuswerk zukunftsfähige Angebote und Strukturen nicht nur in Schönbrunn schaffen will. Deren Kernpunkt ist die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben in und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Durch die Schaffung von Alternativen soll das Wunsch- und Wahlrecht umgesetzt werden.

Die drei neuen Wohnhäuser am Raphaelweg 5 a-c in Schönbrunn wurden vom Dachauer Architekten Siegfried Khuon geplant und werden in rund drei Jahren fertig gestellt sein. In zwei der Häuser werden jeweils 20 Menschen mit Behinderung einen Platz zum Leben finden, in einem 30. Die Bauten, die in zwei Bauabschnitten errichtet werden, ersetzen das jetzige Haus Vinzenz, das noch aus den dreißiger Jahren stammt und nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprach. In den Häusern wird es ausschließlich Einzelzimmer mit eigener Nasszelle geben. In einer baulichen Verbindung werden Räume geschaffen, in denen man sich aufhalten, treffen und feiern kann. Das Projekt wird aus Mitteln des Staatsministeriums für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen gefördert. 

Auf dem Foto (v.l.): Roman Dienersberger (Regierung von Oberbayern), Michaela Streich (Geschäftsfeldleitung Soziale Dienste und Einrichtungen, Franziskuswerk), Markus Tolksdorf, Sr. M. Benigna Sirl, Siegfried Khuon, Josef Mederer, Bernhard Seidenath, Pfarrer Michael Bartmann, Hans Lingl (Bürgermeister Röhrmoos), Burkard Rappl