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27.11.2018

WfbM-Integrationspreis für das BRK Seniorenwohnen Altomünster

Seit acht Jahren verleiht das Franziskuswerk Schönbrunn (FWS) jeweils am Jahresende den Integrationspreis der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) an ein Unternehmen, das sich um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung durch vorbildliches Engagement verdient gemacht hat. Dieses Jahr ging der Preis an das BRK Seniorenwohnen in Altomünster.

"Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung im BRK Seniorenwohnen Altomünster ist für mich gelebte Inklusion im Sinn des Bundesteilhabegesetzes", lobte Bezirkstagspräsident Josef Mederer die Einrichtung, als er gemeinsam mit WfbM-Leiter Valentin Schmitt den Integrationspreis 2018 der Einrichtungsleiterin Astrid Ziller überreichte.

"Die Aufnahme eines behinderten Menschen ins Team ist immer ein mutiger unternehmerischer Schritt, der zunächst auch Verständnis und Engagement von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fordert, in der Regel sich aber nach der Kennenlernphase sehr positiv weiterentwickelt. Diese Entwicklung konnte man im Seniorenwohnen Altomünster sehr schön beobachten. Die Kooperation startete zu Beginn des Jahres 2015 mit einer Praktikumsstelle, heute beschäftigt das Seniorenwohnen drei Personen auf sogenannten ausgelagerten Arbeitsplätzen", begründete Schmitt die Entscheidung.

Astrid Ziller und Christian Pietig, Geschäftsführer der Sozialservice-Gesellschaft der Bayrischen Roten Kreuzes GmbH, bedankten sich für den Preis. "Wir arbeiten sehr gerne mit dem Franziskuswerk Schönbrunn zusammen und sind stolz auf diese Auszeichnung und das entgegengebrachte Vertrauen. Wir wollen das Leben in die Einrichtung bringen und dazu gehört die Arbeit der jungen Menschen hier bei uns". Für Pietig hat die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung Vorteile sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Seniorinnen und Senioren. "Die Menschen, die bei uns arbeiten, haben ihr Herz auf dem rechten Fleck. Das bestätigen uns die vielen positiven Rückmeldungen der bei uns wohnenden Seniorinnen und Senioren".

Die drei jungen Leute arbeiten auf unterschiedlichen Heimstationen und gehen ähnlichen, überwiegend hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nach. Dazu gehört zum Beispiel, den Frühstücks- und Mittagstisch vorzubereiten und die Seniorinnen und Senioren beim Essen zu unterstützen, den Geschirrspüler zu bedienen, Betten zu beziehen oder bei hausinternen Angeboten und Festen die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Ein ausgelagerter Arbeitsplatz (AAP) ist die Chance für einen Beschäftigten einer WfbM, in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes Berufserfahrung zu sammeln und seine Fähigkeiten und Kompetenzen einzubringen. Die AAPs sind bei der WfbM des Franziskuswerks Schönbrunn arbeits- und sozialversicherungsrechtlich angebunden, eigens geschulte Jobcoaches des Franziskuswerks sind Ansprechpartner vor Ort für die Betriebe. Derzeit arbeiten 29 Beschäftigte in unterschiedlichen Berufsfeldern im Landkreis Dachau und in München, Tendenz steigend.

Im Zuge dessen sind die Jobcoaches des Franziskuswerks Schönbrunn immer auf der Suche nach Betrieben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Einschränkungen im Arbeitsleben eine Chance geben wollen. Ansprechpartner ist Valentin Schmitt, Tel. 08139 800-5001 oder valentin.schmitt@schoenbrunn.de.