Erworbene Hirnschädigung und ihre Folgen

Kursnummer
9304001
Termin
12.05.2023 — 13.05.2023
Tages-Uhrzeiten
Freitag, 12. Mai 2023, 10 bis 17 Uhr, und Samstag, 13. Mai 2023, 9 bis 17 Uhr
Anmeldung bis
31.03.2023
Verbindliche Kosten
Kursgebühr € 250,00,– (für FWS Mitarbeiter/innen € 220,00,–), zuzüglich Tagesverpflegung € 35,– / Tag
Ort
Franziskuswerk Schönbrunn - Theatersaal - 85244 Schönbrunn
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen, die mit Menschen mit erworbener Hirnschädigung arbeiten, und andere Interessierte
Max. Teilnehmerzahl
30

Kursbeschreibung

In dieser Fortbildung werden wir uns zuerst einen globalen Überblick verschaffen über wichtige Bereiche moderner Neurorehabilitation. Hierzu gehört das Wissen über Störungsbilder, Möglichkeiten der Rehabilitation und Förderung, Grundwissen über die Funktionsweise des Gehirns und neurologische Erkrankungen.

Schwerpunkte
– Wir lernen anhand von zwei Biografen zu unterscheiden, welche elementaren Unterschiede zwischen geistiger Behinderung und erworbener Hirnschädigung bestehen.
– Wir erhalten Einblick in das Gehirn: Wie ist es aufgebaut, wie funktioniert es? Hier gönnen wir uns auch einen kleinen geschichtlichen Rückblick.
– Neurologische Grundlagen: Die wichtigsten neurologischen Erkrankungen in der Neurorehabilitation. Erworbene Hirnschädigungen können viele Ursachen haben. Wir werden uns einen groben Überblick über die wichtigsten Krankheiten und Verletzungsmöglichkeiten verschaffen, zum Beispiel: Was ist ein Schlaganfall, was verstehen wir unter einem SchädelHirn-Trauma, was ist eine Aneurysmablutung?
– Folgen einer Hirnschädigung. In diesem sehr großen Kapitel beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Problembereichen, die nach einer erworbenen Hirnschädigung auftreten können. Wir werden uns viel Zeit nehmen, um zu verstehen, was wir unter Aufmerksamkeitsdefziten, Gedächtnisproblemen, Störungen der Handlungsplanung und der Problemlösefähigkeiten, unter visuokonstruktiven und visuell-perzeptiven Problemen verstehen. Was ist ein Neglect oder eine Hemianopsie, was verstehen wir unter Anosognosie oder Anosodiaphorie? Welche Verhaltensauffälligkeiten können durch eine erworbene Hirnschädigung auftreten? Welche emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen? Verlust der Identität, ein verändertes „ICH“ – was bedeutet das?
– Grundprinzipien der Neurorehabilitation: das Vier-Säulen-Modell. Wir werden sehen, welche therapeutischen Möglichkeiten die moderne Neurorehabilitation bietet. Was bedeuten funktionelle Therapien, Kompensation, Substitution und Adaptation? Auf was sollte man sich in der Neurorehabilitationkonzentrieren? Wir verschaffen uns einen Überblick überMöglichkeiten der alltags- und berufsorientierten Therapien.Welche Rolle spielen Medikamente in der Therapie und Rehabilitation Hirngeschädigter?- Krankheitsverarbeitung: eine Herausforderung für Patient/inund Angehörige! Wir werden erste Einblicke bekommen.

Dozenten

Harald Pfenninger
Diplom-Psychologe und klinischer Neuropsychologe, zzt. tätig in der neurologischen Rehabilitation an der BG-Unfallklinik Murnau; langjährige Erfahrung in der nachklinischen Rehabilitation Schädel-Hirn-Verletzter; Fallsupervisionen in Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Erstberuf Heilerziehungspfleger, hier mehrere Jahre Tätigkeit als Betreuer in Behindertenwohngruppen.

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