Arbeitsgruppe Prävention Sexueller Gewalt eingerichtet

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Franziskuswerk Schönbrunn reagiert auf schweren sexuellen Übergriff

Das Franziskuswerk Schönbrunn hat eine Arbeitsgruppe zur Prävention sexueller Gewalt eingerichtet. Ziel und Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, die Strukturen des Franziskuswerks daraufhin zu überprüfen, ob sie sexuellem Missbrauch hinreichend und wirksam vorbeugen und die schnelle und umfangreiche Aufklärung möglicher Vorfälle befördern. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von einem Mitarbeiter des Fachdienstes Heilpädagogik und Psychologie des Franziskuswerks. Unterstützt wird die Arbeitsgruppe von der Rechtsanwältin Ute Dirkmann, Missbrauchsbeauftragte der Erzdiözese München und Freising und seit dem 1. Juli 2015 auch Ansprechperson des Franziskuswerks für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs, sowie von Peter Bartlechner, dem Präventionsbeauftragten der Erzdiözese. Außerdem gehören der Arbeitsgruppe Mitarbeitende aus dem Nachtdienst und den Betreuungsbereichen an.

Unsere Ansprechpartner

RA Ute Dirkmann
Schloss-Prunn-Straße 5a
81375 München

Telefon: 089 / 74160023
Fax: 089 / 74160024
E-Mail: info@kanzlei-dirkmann.de

Stefan Zierer
Viktoria-von-Butlerstraße 2
85244 Schönbrunn

Tel: 08139 800 3480
E-Mail: Stefan.Zierer@schoenbrunn.de

 

Zur Einsetzung der Arbeitsgruppe sagte der Geschäftsführer des Franziskuswerks, Markus Tolksdorf: „Mit der Einsetzung dieser Arbeitsgruppe reagieren wir auf einen gravierenden sexuellen Übergriff auf eine Bewohnerin des Franziskuswerks im vergangenen Jahr. Aufgrund dieses Falles sexuellen Missbrauchs sehen wir uns veranlasst, die bestehenden Regelungen und Verfahrensabläufe im Franziskuswerk zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Trotz einer intensiven Auseinandersetzung mit den Themen „Gewalt“ und „Sexualität“, die auch regelmäßig Teil unserer internen Schulungen sind, und trotz zum Teil intensiver pädagogischer und psychologischer Betreuung, haben unsere Maßnahmen und Vorkehrungen offensichtlich nicht ausgereicht, diese Tat zu verhindern.

Mit der Einsetzung der Arbeitsgruppe wollen wir Mitarbeitenden, Betreuten und deren Angehörigen die Möglichkeit geben, über mögliche ungeklärte Situationen und Erlebnisse mit unabhängigen Personen zu sprechen.

Uns ist sehr bewusst, dass die Betreuung und vor allem die Pflege von Menschen mit Unterstützungsbedarf besonderer Sensibilität bedarf und dass uns die Angehörigen der hier betreuten Menschen großes Vertrauen entgegenbringen müssen. Die Benennung einer unabhängigen Ansprechperson und das Gesprächsangebot an alle Mitarbeitenden, Bewohner und Angehörigen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein dafür weiter zu schärfen.

Zum Schutz und im Interesse des Opfers und seiner Angehörigen, denen unsere Sorge gilt, und um nicht in das laufende Verfahren einzugreifen, wollen und können wir zum mutmaßlichen Täter, Tathergang und Opfer keine Aussagen machen. Das ist Aufgabe der Ermittlungsbehörden. Wir sind aber, seit wir Kenntnis von dem Fall haben, in engem Kontakt mit den Ermittlungsbehörden, damit die Tat umfassend aufgeklärt und der Täter bestraft werden kann. Außerdem stehen wir in Kontakt mit den Angehörigen des Opfers und mit Frau Ute Dirkmann.“

 

Über Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden wir zu gegebener Zeit und so transparent wie möglich an dieser Stelle berichten.