Franziskuswerk gestaltet "Inklusion konkret"

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Franziskuswerk gestaltet inhaltlichen Schwerpunkt des bay. Bezirketags

Franziskuswerk gestaltet inhaltlichen Schwerpunkt auf bayerischem Bezirketag
„Inklusion konkret!“ – so lautete das Motto des bayerischen Bezirketages, der im Juli in Altötting tagte. Wie kann es gelingen, Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft teilhaben zu lassen? Was bedeutet das für die Gesellschaft? Wo können konkrete Schritte gegangen werden? Und was bedeutet das für Einrichtungen wie das Franziskuswerk aber auch für die bayerischen Bezirke als Kostenträger der Eingliederungshilfe?

Der Schwerpunkt der Tagung wurde vom Franziskuswerk Schönbrunn gestaltet. Der damalige Geschäftsführer Markus Tolksdorf und Christian Hofmann, der in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Schönbrunn gearbeitet hat und jetzt in der Akademie Schönbrunn einen festen Arbeitsplatz hat, stellten verschiedene Aspekte der Inklusion vor und machten deutlich, wie Menschen mit Behinderung heute wohnen, arbeiten und leben wollen. Mit drei eindrücklichen Filmen wurde jedes der Themen angerissen bevor Tolksdorf und Hofmann zusammen mit Bezirketagspräsident Josef Mederer und Prof. Elisabeth Wacker von der TU München weitere Aspekte einbrachten. Insbesondere die Ansätze des Franziskuswerkes mit seiner Vision 2030 und der Wille, die Einrichtung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu verändern, stießen auf großes Interesse.

Einig waren sich dabei alle: Es braucht Zeit, guten Willen von allen Beteiligten und auch den Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues zu wagen. Bayerns Behindertenbeauftragte Irmgard Badura gab den rund 200 Delegierten deshalb mit auf den Weg: „Fördern Sie verschiedene Projekte, aber nicht für hilfsbedürftige, sondern für autonome Menschen!“

Die nachfolgenden Filme waren der Einstieg in die jeweiligen Themenfelder der Debatte.

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sichert Menschen mit Behinderung in Artikel 19 das Recht zu, ihren Wohnort selbstbestimmt wählen zu dürfen und zu können. Das Franziskuswerk Schönbrunn hat sich auf den Weg gemacht, diese Wahlfreiheit zu schaffen. In diesem Film schildern Menschen, wie sie Wohnen, was sie sich für die Zukunft wünschen und was sich ändern muss, um der UN-BRK gerecht zu werden. Der Film wurde produziert von einer Projektgruppe der Johannes-Neuhäusler-Schule im Rahmen des Projekts "PEER³" des JFF-Instituts für Medienpädagogik.

Die UN-Behindertenrechtskonvention sichert Menschen mit Behinderung zu, am Arbeitsleben teilzuhaben und ihren Unterhalt durch ihre Arbeit selbst verdienen zu können. Mit ausreichender Unterstützung und Förderung gelingt dies oft. Christian Hofmann ist Mitarbeiter an der Akademie Schönbrunn und ein Mann für alle Fälle. Beispielhaft zeigt er, wie ein Weg aus einer Werkstatt für behinderte Menschen durch gezielte Förderung und Unterstützung gelingen kann. Und sagt auch sehr deutlich, was er weiter benötigt, um noch selbstständiger werden zu können.

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Wohngruppen in Quartieren und Gemeinden müssen sich dafür in und an ihrem Sozialraum orientieren und auf dessen Ressourcen zurückgreifen. Wie das im Alltag aussehen kann, zeigt dieser Film über die Außenwohngruppe Niederroth.