Suchterkrankungen und die Grenzen der Selbstbestimmung bei Menschen mit geistiger Behinderung Auf einen Blick Kursnummer 9301009 Termin 25.11.2027 — 26.11.2027 Tages-Uhrzeiten Donnerstag, 25. November 2027, 10 bis 17 Uhr, und Freitag, 26. November 2027, 9 bis 17 Uhr Anmeldung bis 22.10.2027 (spätere Anmeldung möglich, sofern Plätze frei sind.) Verbindliche Kosten Kursgebühr € 320,– (für FWS Mitarbeiter/innen € 0,–), zuzüglich Tagesverpflegung € 38,– / Tag Ort Franziskuswerk Schönbrunn - Hs. Johannes MRZ - Raphaelweg 9 - 85244 Schönbrunn Zielgruppe Mitarbeitende aus allen Bereichen der Behindertenhilfe Max. Teilnehmerzahl 20 Kursbeschreibung Zu den Suchterkrankungen im weiteren Sinne gehören nicht nur Alkoholismus und Drogenabhängigkeit, sondern auch s.g. Verhaltenssüchte. Auch Menschen mit geistiger Behinderung sind davon betroffen. Die Sucht hat nie eine einzige Ursache, sondern entsteht aus einem vielschichtigen Ursachengefüge in einem komplexen Prozess. Meistens spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die Persönlichkeit des Betroffenen, das soziale Umfeld und die „Droge“ selbst. Der Wunsch nach Entlastung in einer schwierigen Situation wird mit der „Droge“ befriedigt, die Dosis wird gesteigert, Kontrollverlust führt zu Schuldgefühlen. Die Sucht überlagert die alten Probleme und schafft die neuen. Die Umgebung ist häufig bei der Aufrechterhaltung im Sinne der Ko-Abhängigkeit mitbeteiligt. Die Bewältigung ist trotzdem möglich und besteht in der Entwicklung der alternativen Verhaltensweisen. Der Schwerpunkt ist der sichere und wertschätzende Umgang mit Betroffenen, ohne deren aktive Mitarbeit keine Erfolge zu erzielen sind. Die Selbstbestimmung beinhaltet auch die Selbstverantwortung und Selbstorganisation. Je weniger der Mensch diese Fertigkeiten beherrscht (z.B. nie gelernt oder durch Krankheit verloren hat), desto mehr gewinnt die Vorgabe der vernünftigen Rahmenbedingungen an Bedeutung. Schwerpunkte – Erkennen von Abhängigkeitssymptomen und Suchtursachen – Gefahr der Ko-Abhängigkeit – Balance zwischen der Verantwortung des Personals und der Selbstbestimmung des Menschen mit Behinderung – Geistige Behinderung und Sucht – Möglichkeiten der Hilfestellung für abhängige Personen – Umgang mit Betroffenen Methoden Vortrag, PowerPoint-Präsentation, Filmausschnitte mit Diskussion, Gruppenarbeit, Fallbeispiele, Erfahrungsaustausch Diese Fortbildung kann entweder einzeln oder als Baustein der Weiterbildung „Menschen mit Intelligenzminderung und psychischen Auffälligkeiten verstehen und begleiten“ gebucht werden. Anmeldung Anmelden als Mitarbeiter:in aus einer anderen Einrichtung Anmelden als Mitarbeiter:innen aus dem Franziskuswerk Dozenten Thomas Abel Dipl.-Relpäd.(FH), Dipl.-Soz.arb./Dipl.-Soz.päd.(FH); Einrichtungsleitung Sozialdienst Metzger (Mainz)