Fachteams

Unterstützte Kommunikation

Prävention

Vorsorgebegleitung

Palliativteam


Fachteam Unterstützte Kommunikation

Kommunikation ist ein Grundrecht und Grundbedürfnis aller Menschen. Im Franziskuswerk leben Menschen, die im Austausch mit anderen täglich sprachliche Barrieren erfahren. Wir vertreten die Ansicht, dass Kommunikation mehr als nur den bloßen Austausch von Informationen bedeutet. Vielmehr ermöglicht sie im sozialen Miteinander, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zum Ausdruck zu bringen.

„In jedermann ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist.“

Martin Buber

Daher sehen wir es als eine unserer Aufgaben, durch personenzentrierte Beratung und Begleitung betreuten Menschen individuelle Kommunikationswege zu erschließen.

Der im englischsprachigen Raum verbreitete Begriff AAC – Augmentative and Alternative Communication (AAC) – bedeutet wörtlich übersetzt „ergänzende und ersetzende Kommunikation“. Im Deutschen wird die Bezeichnung Unterstützte Kommunikation verwendet.

Unterstützte Kommunikation bietet eine Vielzahl an Methoden und Hilfsmitteln, die sich von körpereigenen Ausdrucksformen bis hin zu komplexen dynamischen Sprachausgabengeräten erstrecken.

Die Zusammenarbeit aller Lebensbereiche verfolgt das Ziel einer größtmöglichen Autonomie und Teilhabe seitens der UK-Nutzer.


Fachteam Prävention

Präventive Arbeit im Franziskuswerk Schönbrunn

Sexualität ist für jeden Menschen elementarer Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Das Thema Sexualität muss wieder und wieder thematisiert und vor allem aus der Tabu-Ecke geholt werden. Dafür gibt es im Franziskuswerk Schönbrunn die „Präventionsfachkräfte gegen sexuellen Missbrauch“. Sie sind spezialisierte und mitverantwortliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechparner für die Implementierung von Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen auf allen Ebenen und mit allen Zielgruppen. Darüber hinaus sind sie die Ansprechpersonen für von Gewalt Betroffene.

Sexualität ist für jeden Menschen elementarer Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Das Thema Sexualität muss wieder und wieder thematisiert und vor allem aus der Tabu-Ecke geholt werden. Dafür gibt es im Franziskuswerk Schönbrunn die „Präventionsfachkräfte gegen sexuellen Missbrauch“. Sie sind spezialisierte und mitverantwortliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechparner für die Implementierung von Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen auf allen Ebenen und mit allen Zielgruppen. Darüber hinaus sind sie die Ansprechpersonen für von Gewalt Betroffene.

Ziel der präventiven Arbeit

Ziel der präventiven Arbeit im Franziskuswerk ist es, am Aufbau einer „Kultur der Achtsamkeit“ mitzuwirken. Es geht um ein Umdenken im Umgang mit Nutzerinnen und Nutzern der Dienste und Angebote des Franziskuswerks, aber auch um ein Umdenken im Umgang mit allen Verantwortlichen und mit uns selbst. Die Kultur der Achtsamkeit besteht aus gemeinsamen Überzeugungen, es geht um ein anderes Handeln: Hinsehen und nicht wegschauen, handlungsfähig sein und Zivilcourage zeigen und fördern.

Ansprechpartner für Alle

Die Präventionsfachkräfte sind sowohl für Mitarbeitende als auch Menschen mit Behinderung da – und zwar nicht nur zum Thema sexualisierte Gewalt, sondern insbesondere auch bei den Themen Aufklärung, Grenzen und Körpererfahrung. Sie unterliegen der Schweigepflicht und sind Ansprechpartner bei jeglichen Verdachtsmomenten. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche sollen sich anonym, vertraulich und in einem geschützten Rahmen an Personen werden können, die mit ihnen über das Thema Sexualität sprechen und sie beraten können.

Aufgabenspektrum

Die Präventionsfachkräfte bieten fachliche Orientierung, gebenAnregungen für Fort- und Weiterbildungen und vermitteln den Kontakt zu externen Beratungsstellen und weiteren professionellen Akteuren. Weitere Aufgaben sind:

  • Ausbildung von weiteren Präventionsfachkräften
  • Workshops für alle Interessensgruppen
  • Vernetzung mit externen Fach- und Beratungsorganisationen und -personen
  • Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen erarbeiten und durchführen
  • Entwicklung von Handlungshilfen
  • Materialsammlung (Bücher, Filme, Anschauungsmaterial, etc.) aufbauen
  • Strukturen erarbeiten, um Kontaktmöglichkeiten für Alle zu ermöglichen
  • Beschwerdewege einführen
  • Qualitätsmanagement beachten
  • Infostand in der Werkstatt für behinderte Menschen Schönbrunn

Das Präventionsteam


Fachteam Vorsorgebegleitung

Behandlung im Voraus planen

Jeder von uns kann durch Unfall oder Krankheit in die Situation kommen, wichtige Fragen nicht mehr selbst entscheiden zu können. Viele Menschen fragen sich:

  • Was passiert mit mir, wenn ich nicht mehr für mich sprechen, meine Wünsche nicht mehr mitteilen kann?
  • Wie kann ich sicherstellen, dass meine Vorstellungen auch dann berücksichtigt werden?
  • Wer kann meinem Willen dann zur Geltung verhelfen?

Diese Fragen stellen sich insbesondere im Hinblick auf medizinische Behandlungen in schweren gesundheitlichen Krisen. Angehörige oder rechtliche Vertreter (Vorsorgebevollmächtigter oder Betreuer) werden in dieser Situation häufig in die Behandlungsentscheidung einbezogen und zum Sprachrohr der Bewohnerin/des Bewohners. Dann stellt sich die Frage: „Was hätte sie/er gewollt? Wie kann ich sie/ihn am besten unterstützen?“ Gerade auch unter Zeitdruck, z.B. im Notfall stellt diese Aufgabe eine große Herausforderung dar.

Diese Fragen stellen sich insbesondere im Hinblick auf medizinische Behandlungen in schweren gesundheitlichen Krisen. Angehörige oder rechtliche Vertreter (Vorsorgebevollmächtigter oder Betreuer) werden in dieser Situation häufig in die Behandlungsentscheidung einbezogen und zum Sprachrohr der Bewohnerin/des Bewohners. Dann stellt sich die Frage: „Was hätte sie/er gewollt? Wie kann ich sie/ihn am besten unterstützen?“ Gerade auch unter Zeitdruck, z.B. im Notfall stellt diese Aufgabe eine große Herausforderung dar.

Im Rahmen unseres Angebotes „Behandlung im Voraus planen“ bieten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Angehörigen und rechtlichen Vertretern unentgeltliche fachliche Begleitung bei der Vorsorgeplanung für den Fall schwerer Erkrankung an. Das Angebot orientiert sich an den Leitlinien und Qualitätsstandards der Deutschen interprofessionellen Vereinigung Behandlung im Voraus Planen – Advance Care Planning (DiV-BVP).


Palliativteam

Wenn der Mensch den Menschen braucht – Leben bis zuletzt

Der heilige Franziskus nennt ihn liebevoll „Bruder Tod“. Die Lebenszeit kurz bevor der Tod das Leben in Besitz nimmt, nennen wir Sterben. Doch wie muss diese Zeit des Sterbens aussehen, diese letzte Lebenszeit, um den Tod als „Bruder“ bezeichnen zu können?

„Ich lass Dich nicht allein…“
Sterbebegleitung im Sinne des Hospizgedankens bedeutet: Jemandem eine Herberge zu geben und ihn als Gast zu sehen.

„Wenn nichts mehr getan werden kann, ist dennoch viel zu tun…“
Sterbebegleitung im Sinne des Palliativgedankens bedeutet: Ummantelt sein.

Das zentrale Ziel der Hospiz- und Palliativarbeit ist: „Das Leiden Sterbenskranker zu lindern, ihnen das Verbleiben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und auch den Mitarbeiter/innen und Angehörigen beizustehen, um so eine Kultur von Sterben und Leben zu fördern“.

Sterbende Menschen sollen in Ruhe in ihrem Lebensumfeld integriert beiben. Sie sollten nicht durch kurzfristige Verlegungen in Kliniken irritiert werden, sondern eine fachlich qualifizierte, einfühlsame und entlastende Begleitung hier im Haus erleben.


Dem Palliativteam Schönbrunn gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen an, um auf die verschiedenen Wünsche Sterbender eingehen zu können. Neben den Seelsorgern gehören auch Ärzte, Pflegefachkräfte und Psychologen zum Team, eine Schwester der Kongregation übernimmt in den letzten Stunden im Leben eines Menschen die Sitzwache.

Durch das interdisziplinäre Team ermöglichen wir:

  • Beratung im Umgang mit verschiedenen Situationen
  • Information und Aufklärung über die Möglichkeiten im Franziskuswerk Schönbrunn
  • Vermittlung zwischen Schnittstellen z.B. Elisabeth Hospizverein, Ehrenamtliche, Ärzte usw.
  • Pflegerische Möglichkeiten
  • Begleitung in der letzten Lebensphase
  • Unterstützung und Beistand für Angehörige und Mitarbeiter/innen
  • Austausch und Einbeziehung von Schmerztherapie durch Fachärzte
  • Hilfestellung beim Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse des Sterbenden
  • Bereitstellung von Hilfsmitteln
  • Hilfe bei ethischen Entscheidungen und Behandlungsentscheidungen am Lebensende
  • Organisation von Sitzwachen durch Ordensschwestern
  • Seelsorgerische Begleitung
  • Umfangreiche, individuelle fachliche Beratung
  • Linderung durch physiotherapeutische Maßnahmen