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Kontakt

Für organisatorische Anliegen, wie Anmeldung und Kursverwaltung sind wir erreichbar unter
Tel. 08139 800-6203 (Mo – Fr von 8.00 – 12.00 Uhr)
Fax 08139 800-688326
Mail kursverwaltung@schoenbrunn.de


Kompetenz als Netzwerk

Qualität ist uns wichtig

Dies bescheinigt uns die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015. Außerdem ist das Franziskuswerk Schönbrunn, Bildung & Qualifizierung Mitglied im Netzwerk Qualität in der Fort- und Weiterbildung des Deutschen Caritasverbandes.

Unsere Kooperationspartner

Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V.
www.persoenliche-zukunftsplanung.de

Team Autismus GbR
Dr. Anne Häußler, Diplom-Pädagogin, Diplompsychologin (USA)
Antje Tuckermann, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Markus Kiwitt, Diplom-Sozialpädagoge
www.team-autismus.de

Autismus Kompetenzzentrum Oberbayern gemeinnützige GmbH
www.autkom-obb.de

Autismus Oberbayern e.V.
Vereinigung zur Förderung von autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
www.autismus-oberbayern.de

FC Netz Deutschland
www.fc-netz.de

Institut für tiergestützte Förderung
www.tiergestuetzte-foerderung.de

Kompetenz-Netzwerk-Hygiene
www.kompetenz-netzwerk-hygiene.de


Einblicke

Nachlese: Bundesweite Fachtagung Personenzentrierung und Sozialraumorintierung – Grundpfeiler für gelingende Teilhabe

Am 11. Mai 2017 fand in Schönbrunn mit großem Erfolg eine bundesweite Fachtagung zum Thema Personenzentrierung und Sozialraumorientierung statt. 180 Fach- und Führungskräfte setzten sich in Vorträgen und Workshops mit Möglichkeiten der gleichberechtigten Teilhabe auseinander. 

Haben Sie schon einmal probiert, mit einem Medizinball Tischtennis zu spielen? Oder mit einem  Basketball Golf zu spielen? In beiden Fällen dürfte der Erfolg auf sich warten lassen…  Dass dem so ist, liegt nicht an den jeweiligen Bällen, sondern an den Gegebenheiten, die im Hinblick auf die Fähigkeiten des jeweiligen Balles förderlich oder hinderlich sind. Mit den Bällen ist also alles in bester Ordnung. 

Was hat nun diese „Ball-Theorie“ mit dem am 11. Mai im Franziskuswerk stattgefundenen Fachtag zum Thema Personenzentrierung und Sozialraum orientierung zu tun?

Im Einstiegsworkshop haben sich die 180 Teilnehmenden genau diese Frage gestellt. Die Antwort wurde anschaulich von Stefan Doose und Tobias Zahn präsentiert. So wie für die einzelnen Bälle und deren Wirkung der richtige Kontext ausschlaggebend ist, so spielt auch das Umfeld  für Teilhabe von Menschen mit Assistenzbedarf eine entscheidende Rolle. Stefan Doose ist Vorsitzender des Netzwerkes Persönliche Zukunftsplanung e.V. und brachte das Thema 1994/ 1995 aus den USA mit nach Deutschland. Auch der in der Schweiz lebende Tobias Zahn ist ein Pionier der Persönlichen Zukunftsplanung und mit Moderationen und Workshops im deutschsprachigen Raum unterwegs. 

Spätestens zum Jahreswechsel befassen wir uns alle mit der Frage: Welche Ziele setze ich mir für das neue Jahr? Was will ich erreichen? Was will ich anders machen? Nicht selten werfen wir die gute Vorsätze genauso regelmäßig wieder über Bord – weil das Ziel zu weit gesteckt war, oder weil wir merken: allein ist das nicht zu schaffen. Wenn es um eine Neuausrichtung im Beruf geht, oder um einen Wohnortwechsel, machen wir uns schon intensiver Gedanken. Und manchmal brauchen wir dazu ein Coaching oder eine Beratung. Das ist heutzutage völlig normal. Aber wer unterstützt Menschen mit Assistenzbedarf, sich ihre Ziele zu stecken und die ersten Schritte zu deren Erreichung zu unternehmen? Wie kann das gelingen, wenn Menschen sich z.B. nicht so artikulieren können, wie wir das gewohnt sind? Welche Rolle spielen dabei die Beziehungen in die Kommune? Inwieweit haben Menschen mit Assistenzbedarf überhaupt die Chance auf Beziehungen und Kontakte zu „nicht bezahlten“ Menschen? Was wollen und können die Menschen mit Assistenzbedarf  selbst zur Zielerreichung beitragen? 

Mit diesen und anderen Fragen setzten sich die teilnehmenden Fach- und Führungskräfte am Nachmittag in einzelnen Workshops auseinander. Dort sprachen die Teams über Kommunikationshilfsmittel oder die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Es gab auch Lebensgeschichten – gespickt mit Erfahrungen der eigenen persönlichen Zukunftsplanung sowie Ideen zur Biografiearbeit mit dem Lebensbuch. In kurzzeitigen Ideenschmieden entstanden Gedanken für erste Schritte, wie Beziehungen ins Umfeld geknüpft werden können, und wie sich Einrichtungen wie das Franziskuswerk noch weiter öffnen können – „von der Einrichtung zu Ausrichtung“. 

Positiv gestimmt – mit vielen Ideen, Anregungen und inneren Bildern – gingen die Teilnehmenden an diesem Tag zurück in ihre Arbeitswelten. Der Fokus auf dem Willen der Person, die etwas für sich verändern und erreichen will sowie die Einbeziehung des Umfeldes bei der Umsetzung wird die Gesellschaft – die Kommunen, die Haltung von Mitarbeitenden in der Assistenz  – nachhaltig verändern. Das heißt nicht: jeder und jedem ist alles möglich. Es muss auch zukünftig nicht möglich sein, mit einem Basketball Golf zu spielen. Das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe jedoch steht allen zu. Um bei dem Bild der Bälle zu bleiben: Vielleicht kann neben dem Golfplatz ein Basketballfeld entstehen? 

Material zum Fachtag finden Sie HIER 

Den Ablauf des Programmes finden Sie hier HIER