Der Schönbrunner Werte-Weg

Werte erleben. Werte entdecken. Werte gemeinsam gestalten.

Werte geben Orientierung

Sie prägen unser Miteinander, unser Handeln und unser Verständnis von Gemeinschaft. Das Franziskuswerk hat sieben Grundwerte definiert, die uns im Alltag begleiten und tragen. Der Werte-Regenbogen bringt diese gemeinsame Haltung zum Ausdruck.

Das Bild zeigt einen Regenbogen unserer 7 Werte. Diese sind: Solidarität, Achtsamkeit, Respekt, Kreativität, Mut, Freiheit und Toleranz.

Der Schönbrunner Werte-Weg

Bis 2028 sollen sich sieben Kunstwerke zu einem Werte-Weg in Schönbrunn komplettieren und mit dem regionalen „Jakobsweg“, „7-Klöster-Weg” sowie den „Ochsenweg“ verweben.
Der Schönbrunner Werte-Weg ist mehr als ein Kunstprojekt. Es ist ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der persönlichen Reflexion. Er richtet sich an Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie an Besucherinnen und Besucher aus der Region. Gemeinsam möchten wir ein sichtbares Zeichen für die Werte setzen, die unser Handeln bestimmen und unsere Gemeinschaft stärken.
Lassen Sie sich also gerne auf dem Schönbrunner Werte-Weg durch die Künstlerinnen und Künstler und ihre Werte-Kunstwerke inspirieren. Oder auch gerne herausfordern.

Werten begegnen

Werte wirken dort, wo Menschen sie als ihre eigenen entdecken. Die Kunstwerke auf dem Werte-Weg Schönbrunn sollen die Werte des Franziskuswerks nicht illustrieren. Vielmehr haben die Werte die beteiligten Künstler*innen angeregt, und sie haben dann auf ihre jeweils ganz eigene Weise darauf geantwortet.

Der Franziskaner Bonaventura beschrieb die „Erkenntnis“ schon im 13. Jahrhundert als Weg. Dieser Weg beginnt damit, genau hinzuschauen. Es gibt also nichts zu entschlüsseln. Wer einem der Kunstwerke begegnet, bringt eigene Fragen und Erfahrungen mit. Und was man darin findet, wird ein Stück weit zum Eigenen.

Solche Begegnungen lassen sich nicht herstellen, aber ermöglichen. Dazu möchte der Weg mit seinen Kunstwerken beitragen.


Entdecken Sie den Schönbrunner Werte-Weg

Die Werte-Kunstwerke sind im Ort Schönbrunn verteilt und lassen sich gut zu Fuß entdecken. Die Karte zeigt die ersten beiden Stationen – weitere folgen bis 2028.
Lassen Sie sich also gerne auf dem Schönbrunner Werte-Weg durch die Künstlerinnen und Künstler und ihre Werte-Kunstwerke inspirieren. Oder auch gerne herausfordern.

Freiheit in Leichter Sprache (PDF)

Freiheit und Freimut ist ein wichtiger Bestandteil des individuellen Verhaltens.

Freimütige Menschen trauen sich, ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen mutig einzubringen und dadurch zu einem befreiten und befreienden Miteinander beizutragen. Auch wenn es in Teams und Institutionen unterschiedliche Fähigkeiten gibt, zeichnet sich der franziskanische Geist
durch Augenhöhe und Geschwisterlichkeit gegenüber allen Menschen aus. Die Geschwisterlichkeit hat ihren Ursprung in der gemeinsamen Quelle allen Lebens. Eine Person, die eine innere Freiheit erlangt hat, sieht auch in vergänglichen Dingen eine größere Weite und erkennt in der sichtbaren Welt eine tiefere Dimension. Durch die Erfahrung der Begrenztheit der Zeit wird ein Sinn für Ewiges geweckt.

Frei wie ein Motorrad. Das Werk lädt dazu ein, sich zu fragen: Wo bin ich frei? Was gibt mir Freiheit? Markus Schmitz/Atelier Goldstein

Das Motorrad ist für mich ein Symbol für Freiheit – obwohl ich kein Motorradfahrer bin. Man kann losfahren, wohin man möchte, ist unabhängig und selbstbestimmt, spürt Wind und Bewegung.

Das Werk steht für dieses Gefühl: frei zu sein und seinen eigenen Weg zu finden.

Während ich dieses Bild geschaffen habe, habe ich diese Freiheit selbst gespürt. Kunst zu machen bedeutet für mich, meiner Leidenschaft zu folgen und Ideen auszudrücken. Darin liegt Freiheit.

Gleichzeitig erinnert der Motorradfahrer daran, dass Freiheit nicht für alle selbstverständlich ist. Es gibt Menschen, deren Leben durch äußere Umstände, Regeln oder Grenzen eingeschränkt ist. Freiheit ist ein wertvolles Gut.

Markus Schmitz, 1980 in Köln geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Seine Zeichnungen zeugen von einer fantasievollen Liniensprache und dienen als Grundlage für seine Cut-Outs. Er arbeitet mit der Technik des Scherenschnitts, die er als zeitgenössisches Ausdrucksmittel weiterentwickelt. In einem Abstraktionsverfahren entstehen präzise Arbeiten, deren ausgeschnittene Flächen das Motiv oder die Erzählung nur noch als Spur abbilden und deren Schattenwurf die Bildfläche in den Raum erweitert.

Seine Werke sind im öffentlichen Raum in Frankfurt a.M. und in Rüdesheim am Rhein zu sehen und wurden u.a. in der Galerie L’Atlas in Paris, in der Heussenstamm Galerie in Frankfurt a.M. und im Kunst | Haus 2226 in Lustenau gezeigt.

Solidarität in Leichter Sprache (PDF)

Solidarität beginnt zunächst mit jedem Einzelnen.

Es geht darum, sich selbst anzunehmen und zu akzeptieren, um gesund zu wachsen und diese Haltung dann mit anderen zu teilen. Dafür ist ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse und eine Wachheit für sich selbst erforderlich.
Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Franziskuswerks können wir durch das Einbringen unserer Begabungen und Erfahrungen die Solidarität und damit den Teamgeist stärken und als Weggemeinschaft auf Zeit Menschen mit Assistenzbedarf begleiten. Wir übernehmen eine Mitverantwortung im “Haus des Lebens”, in dem alle Menschen und Lebewesen ein gutes Leben führen sollen.
Das Franziskuswerk ist somit Teil der Gesellschaft und trägt Verantwortung für eine sozial ökologisch umfassende Solidarität.

Das Wurmhotel ist ein humorvolles Zeichen für liebevolle Fürsorge. Wir sind mit allen Lebewesen verbunden – im großen Netz des Lebens. Wir Menschen herrschen nicht allein über die Welt, sondern hüten gemeinsam einen wunderschönen Garten. ‘Ich bin, weil wir sind.’ (Ubuntu) Judith Egger

Die weltweit erste 5-Sterne-Wurmhotelanlage in Schönbrunn hat viel zu bieten für ihre Gäste: Das Angebot reicht von zertifizierten Behandlungen mit Heilerde, Day-Spa bis hin zu vollwertiger Fünf-Sterne-Küche mit traditionellen bayrischen Schmankerln. Neben dem großen Erdhügel der Anlage kann man auf einem Lageplan das umfassende Angebot studieren und sich orientieren.
Mit dieser humorvollen Landschaftsskulptur möchte ich anregen, über die Beziehung von uns Menschen zu unseren Mitlebewesen nachzudenken. Demonstrativ installieren wir Insekten- und Wurmhotels in unsere Gärten und arbeiten gleichzeitig an unserem perfekten Vorzeige-Rasen in dem keine ökologische Vielfalt erwünscht ist. Inwiefern sind wir wirklich solidarisch mit unseren nicht-menschlichen Mitlebewesen?

Judith Egger, geboren 1973, lebt in München und arbeitet international als interdisziplinäre Installations- und Performancekünstlerin. Sie begann Ihre Ausbildung mit einer Lehre zur Holzbildhauerin in Oberammergau und schloss sie 2001 mit einem Master am Royal College of Art in London ab. In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Praxis und wissenschaftliche Fragestellungen, immer auf der Spur der alles antreibenden Kraft und dem Ursprung des Lebens. Seit der Gründung der Graswurzelbewegung „United Holobiontic Protection Alliance“ im Jahr 2025 arbeitet sie an einem wachsenden Netzwerk, das sich für eine neue Beziehung mit allem Lebendigen und die Gleichberechtigung aller menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen einsetzt.


Weitere Stationen entstehen

Bis 2028 folgen fünf weitere Kunststationen. Lassen Sie sich überraschen, welche Kunstwerke den Schönbrunner Werte-Weg noch bereichern.

Ein im Rahmen der GAP-Strategieplans Deutschland 2023-2027 gefördertes LEADER-Projekt im Freistaat Bayern.