Franziskuswerk würdigt Vorreiter für eine inklusive Arbeitswelt

Beim Fachtag „Übergang Arbeitsmarkt“ zeichnet das Franziskuswerk 18 Betriebe aus

Schönbrunn, 28. September 2026 – Beim Fachtag „Übergang Arbeitsmarkt“ hat das Franziskuswerk Unternehmen und Einrichtungen aus der Region ausgezeichnet, die Menschen mit Behinderung Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen. Der Fachtag machte zugleich deutlich: Viele Unterstützungs- und Förderangebote für Arbeitgeber sind noch zu wenig bekannt.

Ein Arbeitsplatz bedeutet weit mehr als Beschäftigung: Er ermöglicht Menschen, ihre Fähigkeiten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Zahlreiche Kooperationsbetriebe des Franziskuswerks schaffen dafür konkrete Möglichkeiten. Auf ausgelagerten Arbeitsplätzen sammeln Menschen mit Behinderung berufliche Erfahrungen mitten im allgemeinen Arbeitsleben.

Beim Fachtag „Übergang Arbeitsmarkt“ würdigte das Franziskuswerk dieses Engagement. Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, betonte: „Diese Betriebe zeigen, was möglich ist, wenn Menschen mit Behinderung eine Chance bekommen.“ Gleichzeitig wies er darauf hin, dass viele Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber noch zu wenig bekannt seien, und ermutigte die Betriebe, ihre positiven Erfahrungen weiterzutragen.

Auch Bernhard Seidenath, Mitglied des Bayerischen Landtags, hob die Bedeutung beruflicher Teilhabe hervor: „Arbeiten zu dürfen und gebraucht zu werden, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis.“

Wie wichtig neben dem Engagement der Betriebe eine verlässliche Unterstützung ist, zeigte der fachliche Austausch beim Fachtag. Fachleute von ACCESS Nürnberg, dem Integrationsfachdienst München-Freising und der Einheitlichen Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) informierten über Förder- und Beratungsmöglichkeiten. Eine zentrale Rolle spielen zudem die Jobcoaches des Franziskuswerks, die Beschäftigte und Betriebe begleiten. Stephanie Burgmaier, Inklusionsbeauftragte des Bezirks Oberbayern, bezeichnete diese Begleitung als „Sicherheitsnetz“ für Beschäftigte und Arbeitgeber.

Mit der Auszeichnung dankte das Franziskuswerk den Betrieben für ihren Mut, ihre Offenheit und die Verantwortung, die sie übernehmen. Gleichzeitig soll ihr Beispiel weitere Unternehmen ermutigen, Menschen mit Behinderung Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen und sich für eine inklusive Arbeitswelt zu engagieren.

18 Kooperationsbetriebe ausgezeichnet

Für ihr Engagement ehrte das Franziskuswerk folgende Unternehmen und Einrichtungen:

  • Theresia-Gerhardinger-Realschule, Weichs
  • Heppler Montage Technik GmbH, Bergkirchen
  • Kursana Domizil, Dachau
  • Malerbetrieb Gojowcyk, Vierkirchen
  • Kindergarten St. Laurentius, Markt Indersdorf
  • TSV 1865 Dachau
  • Kindergarten St. Peter, Ampermoching
  • Ruf’s Dorfleben, Schönbrunn
  • Erlebnisbauernhof Stadlbauernhof, Markt Indersdorf
  • Integrationskindergarten Am Himmelreich, Dachau
  • Rübsamen Mode GmbH, Dachau
  • EDEKA Walla, Röhrmoos
  • Katholische Landvolkshochschule Petersberg, Erdweg
  • Reitanlage Gurtner, Vierkirchen
  • Rosengarten Tagesbetreuung München Allach
  • Kirchenstiftung St. Franziskus, KiTa-Verbund FEHN, Freising
  • Unsere Champions Untermenzing
  • Kindergarten St. Hildegard, Dachau

Auch die internen Außenarbeitsplätze des Franziskuswerks in Infrastrukturmanagement (ISM), Förderstätte, W5-Bürgerhaus, Seniorenzentrum, Wohngruppen, ISM Logistik und Burgkindergarten wurden gewürdigt.

BU: Rund 150 Personen konnte das Franziskuswerk am Fachtag „Übergang Arbeitsmarkt“ begrüßen. Die Ehrung der Betriebe nahmen die Jobcoaches des Franziskuswerk und Stephanie Burgmaier vor.