Werte erleben, entdecken und gemeinsam gestalten

Eröffnung der ersten beiden Stationen des Schönbrunner Werte-Wegs

Schönbrunn, 28. Oktober 2026 – Werte geben Orientierung und prägen unser Zusammenleben. Mit dem neuen Schönbrunner Werte-Weg macht das Franziskuswerk seine Grundwerte nun auf besondere Weise sichtbar und erlebbar. Am 27. Oktober wurden in Schönbrunn die ersten beiden Stationen zu den Werten Freiheit und Solidarität feierlich eröffnet. Bis 2028 soll der Weg auf insgesamt sieben Stationen anwachsen.
Grundlage des Projekts ist der Schönbrunner Werte-Regenbogen mit sieben Grundwerten, die das Handeln und Miteinander im Franziskuswerk prägen. Im Arbeitsalltag werden diese bereits in unterschiedlichen Formaten aufgegriffen. Die Idee, den Werten darüber hinaus einen sichtbaren Platz in Schönbrunn zu geben, entstand bereits im Rahmen der Wertearbeit im Jahr 2022.

„Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen Veränderungen und Verunsicherung erleben, brauchen wir Werte, die Orientierung geben und Gemeinschaft stärken. Mit dem Werte-Weg möchten wir zeigen, wofür wir in Schönbrunn stehen. Gleichzeitig laden wir Menschen dazu ein, über die eigenen Werte und über die Frage nachzudenken, wie wir miteinander leben wollen. Der Werte-Weg soll deshalb kein abgeschlossener Kunstweg sein, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung und des Dialogs“, sagt Geschäftsführerin Michaela Streich.

Jede der sieben Stationen wird einem Grundwert gewidmet. Die Kunstwerke wurden speziell für ihren Ort in Schönbrunn gestaltet und schaffen so Anlässe, innezuhalten, neue Perspektiven einzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Werte-Weg richtet sich ausdrücklich nicht nur an Mitarbeitende sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Franziskuswerks, sondern auch an Besucherinnen und Besucher und Menschen aus der Region.

Auftakt mit Freiheit und Solidarität

Die erste Station widmet sich dem Wert Freiheit und wurde von Markus Schmitz gestaltet. Mit seiner charakteristischen Liniensprache und der Technik des Cut-Outs schafft er ein Werk, das Raum für unterschiedliche persönliche Lesarten und Perspektiven lässt. Es steht für das Moment, frei zu sein, selbstbestimmt zu handeln und seinen eigenen Weg zu finden.

Die zweite Station widmet sich dem Wert der Solidarität und wurde von der Münchner Künstlerin Judith Egger geschaffen. Sie erweitert den Begriff über den menschlichen Umgang miteinander hinaus auf unsere Beziehung zu allem Lebendigen.

Kuratorisch begleitet wird der gesamte Werte-Weg von Prof. Alexis Dworsky von der Universität Linz und Prof. Karl-Heinz Einberger von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Sie begleiten die Entwicklung des Projekts und die künstlerische Auseinandersetzung mit den sieben Schönbrunner Grundwerten.

Bis 2028 sollen die insgesamt sieben Kunstwerke zu einem zusammenhängenden Weg durch Schönbrunn ergänzt werden. Dabei knüpft der Werte-Weg auch an regionale Pilger- und Wanderwege wie den Jakobsweg, den 7-Klöster-Weg und den Ochsenweg an. So entsteht ein neuer Ort, der Schönbrunn als Lebens-, Arbeits- und Begegnungsraum bereichert und zugleich Menschen aus der Region zum Entdecken, Nachdenken und zum Austausch einlädt.

Der Schönbrunner Werte-Weg ist damit weit mehr als ein Kunstprojekt: Er setzt ein sichtbares Zeichen für die Werte, die das Franziskuswerk tragen, und lädt dazu ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was eine starke Gemeinschaft und ein gutes Miteinander ausmacht.

Der Schönbrunner Werte-Weg wird durch Dachau AGIL im Rahmen des Förderprogramms LEADER gefördert.

BU: Das Kunstwerk von Markus Schmitz zum Thema Freiheit.

BU: Die Künstlerin Judith Egger entlässt die ersten Gäste in das weltweit erste 5-Sterne-Wurmhotel in Schönbrunn.