Das Krabbenkörbchen – Warum Klienten an ihren destruktiven Mustern festhalten

Auf einen Blick

Kursnummer
9311021
Termin
09.07.2027 — 09.07.2027
Tages-Uhrzeiten
Freitag, 9. Juli 2027, 9 bis 16.30 Uhr
Anmeldung bis
08.06.2027 (spätere Anmeldung möglich, sofern Plätze frei sind.)
Verbindliche Kosten
Kursgebühr € 180,– (für FWS Mitarbeiter/innen € 0,–), zuzüglich Tagesverpflegung € 38,– / Tag
Ort
Franziskuswerk - W5 Bürgerhaus - 85244 Schönbrunn – https://www.franziskuswerk.de/leben/w5-buergerhaus-cafe-bistro.html
Zielgruppe
Menschen in helfenden Berufen, die mit chronisch psychisch Kranken arbeiten oder mit Menschen mit kognitiven Einschränkungen + herausforderndem Verhalten, Familienhelfer (die in jedem Bundesland anders heißen, aufsuchende Hilfe) Kolleginnen und Kollegen aus dem ambulant betreuten Wohnen, stationäres Wohnen, auch Fachkräfte, die sog. "Elterngespräche" führen möchten, Kolleginnen und Kollegen aus der Suchthilfe.
Max. Teilnehmerzahl
16

Kursbeschreibung

Die Krabbenkorb-Metapher besagt, dass Krabben, die in einem Korb gefangen sind, sich gegenseitig aktiv daran hindern, in die Freiheit zu entkommen.

Ähnlich verhält es sich mit manchen KlientInnen: Unsere Klientin/unser Klient ist auf gutem Wege, hat verstanden, was sie/er ändern muss, um die eigene Lage zu verbessern, aber der wirkliche Schritt zur Veränderung passiert nicht, weil das Umfeld die positive Veränderung torpediert oder mit Kontaktabbruch droht. In manchen Fällen ist das Umfeld sogar eine Bedrohung für Leib und Leben der Klientin/des Klienten.

Ob im Suchtbereich, in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen finden wir KlientInnen, die in ihrem hochdestruktiven Umfeld und damit in destruktiven Verhaltensmustern gefangen sind.

Abgesehen davon, dass diese Settings auch für uns in helfenden Berufen emotional belastend sind, stellt sich die Frage: Wie können wir unter solchen Bedingungen effektiv wirksam werden, wenn für den anderen der Erhalt von Beziehungen wichtiger ist als das eigene Wohlergehen?

Umgang mit Neid und Missgunst vermitteln
Zu einer gesunden Abgrenzung ermutigen und Selbstsabotage minimieren
Auswege aus der Beratungszwickmühle aufzeigen
Die eigene Involviertheit reflektieren und hinter sich lassen

Dozenten

Veronika Müßig

Diplom-Psychologin, Arbeit im Überschneidungsfeld von Klinischer, Arbeits- und Organisationspsychologie, Autorin, NLP-Master