Psychische Auffälligkeiten bei Menschen mit Intelligenzminderung

Kursnummer
9301001
Termin
02.05.2022 — 04.05.2022
Tages-Uhrzeiten
Termin Montag, 02. Mai 2022, 10 bis 17 Uhr, Dienstag, 03. Mai 2022, 9 bis 17 Uhr, und Mittwoch, 04. Mai 2022, 9 bis 16 Uhr
Anmeldung bis
18.03.2022
Verbindliche Kosten
Kursgebühr € 330,00,– (für FWS Mitarbeiter/innen € 300,00,–), zuzüglich Tagesverpflegung € 33,– / Tag
Ort
Franziskuswerk Schönbrunn - Mehrzweckraum Hs. St. Johannes -
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen in Einrichtungen für psychisch und/oder geistig behinderteMenschen und andere Interessierte
Max. Teilnehmerzahl
30

Kursbeschreibung

Menschen mit geistiger Behinderung zeigen in ihrem Leben drei- bis viermal häufger psychische Auffälligkeiten und klassische psychiatrische Störungsbilder als die Normalbevölkerung. Diese Aussage der Welt-Gesundheitsorganisation WHO ist durch das höhere Maß an Verletzbarkeit dieser Personengruppe zu erklären. So spielen biologisch-genetische Einflüsse ebenso eine Rolle wie die Einflüsse des psychosozialen Umfelds. Um die Besonderheiten im Erkennen und Behandeln psychischer Auffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung verstehen zu können, muss man sich mit den Grundlagen der psychiatrischen Theorie und Praxis auseinandersetzen.
Im Rahmen dieser Einführungsveranstaltung werden zum einen Grundaspekte der geistigen Behinderung genauer betrachtet, also der Fragen, wie man Verhaltensauffälligkeiten von klassischen psychischen Störungen unterscheidet und warum Menschen mit geistiger Behinderung eigentlich psychisch so verletzbar sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Besprechung und Erprobung von praxistauglichen Hilfsmitteln, die es Mitarbeitern der Behindertenhilfe leichter machen, die Diagnosefndung durch einen Facharzt durch gut nachvollziehbare und systematische Beobachtungen zu unterstützen (Einzel- und Gruppenarbeit).
Außerdem wird am Beispiel der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis intensiv erörtert, wie psychische Störungen sich bei Menschen mit geistiger Behinderung in verändertem Erscheinungsbild manifestieren können und wie wichtig für die Diagnostik eine multiprofessionelle Zusammenarbeit ist. Die Vorstellung von pharmakologischen und nicht pharmakologischen Therapieverfahren komplettiert die Besprechung dieses Störungsbildes. Wichtig ist dabei auch das Kennenlernen spezieller Nebenwirkungsprofle der in der Behandlung zum Einsatz kommenden Medikamente.

Schwerpunkte Besonderheiten der psychischen Störungen bei geistig behinderten Menschen, der tägliche Umgang mit Auffälligkeiten

Methoden Vortrag, Power-Point-Präsentation, Filmausschnitte mit Diskussion, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele

Diese Fortbildung kann entweder einzeln oder als Baustein der Weiterbildung „Menschen mit Intelligenzminderung und psychischen Auffälligkeiten verstehen und begleiten“ gebucht werden.

Dozenten



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