← Zurück zur Übersicht News 10.12.2025 “Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen.” Weihnachtsgruß des Franziskuswerks Schönbrunn, 10. Dezember 2025 – Zusammen mit „Stille Nacht“ dürfte „Laudato Si“ die Top Ten der bekanntesten Kirchenlieder anführen. Freudiggesungen animiert der Sonnengesang beinahe zum Schunkeln und gerät dabei in Gefahr, Inhalt und Autor Richtung Flower Power und Blümchenheiligen zu verharmlosen. Parallelen zum ebenso verniedlichenden Reduzieren der Weihnachtsbotschaft auf Baby, Krippe und Engel mit güldenem Haar drängen sich auf.Schwer erkrankt und beinahe erblindet dichtet Franziskus im Jahr 1225 den Sonnengesang. Im Angesicht eigener Zerbrechlichkeit, Leiden und Tod verfasst er seinen Lobpreis auf Gott und seine Schöpfung. Selbst in Dunkelheit gehüllt preist Franziskus „Bruder Sonne“. Und nicht zu vergessen: für die Menschen vor 800 Jahren war Natur und Schöpfung keine liebenswerte Idylle, sondern lebensbedrohliches Gegenüber und bestenfalls Nahrungsgarant.Dieser persönlichen und armutsgeprägten, harten Realität weiter Teile der damaligen Gesellschaft stellt Franziskus seinen Sonnengesang entgegen: ein Lobpreis an die Schöpfung und das Leben statt einem Abgesang an Endzeitstimmung und Weltverdruss. In diesem wunderbaren Lied verbinden sich die drei Lichtgestirne – Sonne, Mond, Sterne – mit den vier Elementen Luft, Wasser, Feuer, Erde. Himmel und Erde werden eins und preisen in der Summe der sieben besungenen Elemente das Göttliche.Wenn das nicht weihnachtlich ist ?! Und wenn das für uns im Jahr 2025 keine Idee ist, heute und immer wieder trotzdem Weihnachten zu feiern ?!Denn darum geht’s wirklich an Weihnachten: bei aller Anerkennung der Realitäten von Kriegen, menschenverachtenden Autokraten und Umweltzerstörung dürfen wir das Leben feiern und uns anstecken lassen von der Freude, wenn Erde und Himmel, Gott und der Mensch eins werden. Der weihnachtliche Ruf der Engel „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Frieden den Menschen seiner Gnade!“ verschmilzt mit Franziskus‘ Lobpreis „Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen!“Wunderbarer hätten zwei Schülerinnen unserer Viktoria-von-Butler-Schule diese Verbindung in der Gestaltung unserer diesjährigen Weihnachtskarte nicht darstellen können. Sonne, Mond und Sterne überstrahlen die Dunkelheit!Ganz herzlich danken wir Ihnen für Ihr Wohlwollen und Ihr Zutrauen in unsere Arbeit, danke auch für Ihre Anregungen und Unterstützung.Feiern und genießen Sie die bevorstehenden Weihnachtstage mit allen Sinnen und dem Lobpreis der Schöpfung im Herzen. Wir wünschen Ihnen und allen, die Ihnen nahe stehen, frohmachende Weihnachten sowie Zuversicht, Glück und Gottes Zuspruch im kommenden Jahr 2026! HerzlichstMichaela Streich & Markus Holl