Der Schönbrunner Werte-Weg

Werte erleben. Werte entdecken. Werte gemeinsam gestalten.


Werte geben Orientierung. Sie prägen unser Miteinander, unser Handeln und unser Verständnis von Gemeinschaft. Das Franziskuswerk hat sieben Grundwerte definiert, die uns im Alltag begleiten und tragen. Der Werte-Regenbogen bringt diese gemeinsame Haltung zum Ausdruck.

Mit dem Schönbrunner Werte-Weg machen wir diese Werte sichtbar und erlebbar. Entlang verschiedener Stationen laden künstlerisch gestaltete Installationen dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und sich mit den zentralen Fragen unseres Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Jede Station widmet sich einem der Schönbrunner Grundwerte und eröffnet neue Perspektiven auf Themen wie Respekt, Solidarität, Toleranz und Verantwortung.

Bis 2028 sollen sich sieben Kunstwerke zu einem Werte-Weg in Schönbrunn komplettieren und mit dem regionalen „Jakobsweg“, „7-Klöster-Weg” sowie den „Ochsenweg“ verweben. Prof. Alexis Dworsky (Uni Linz) und Prof. Karl-Heinz Einberger (Hochschule Weihenstephan) begleiten unser Projekt kuratierend.


Der Schönbrunner Werte-Weg ist mehr als ein Kunstprojekt. Es ist ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der persönlichen Reflexion. Er richtet sich an Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie an Besucherinnen und Besucher aus der Region. Gemeinsam möchten wir ein sichtbares Zeichen für die Werte setzen, die unser Handeln bestimmen und unsere Gemeinschaft stärken.

Lassen Sie sich also gerne auf dem Schönbrunner Werte-Weg durch die Künstlerinnen und Künstler und ihre Werte-Kunstwerke inspirieren. Oder auch gerne herausfordern.


Ihr Franziskuswerk Schönbrunn

Freiheit und Freimut ist ein wichtiger Bestandteil des individuellen Verhaltens.

Freimütige Menschen trauen sich, ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen mutig einzubringen und dadurch zu einem befreiten und befreienden Miteinander beizutragen. Auch wenn es in Teams und Institutionen unterschiedliche Fähigkeiten gibt, zeichnet sich der franziskanische Geist
durch Augenhöhe und Geschwisterlichkeit gegenüber allen Menschen aus. Die Geschwisterlichkeit hat ihren Ursprung in der gemeinsamen Quelle allen Lebens. Eine Person, die eine innere Freiheit erlangt hat, sieht auch in vergänglichen Dingen eine größere Weite und erkennt in der sichtbaren Welt eine tiefere Dimension. Durch die Erfahrung der Begrenztheit der Zeit wird ein Sinn für Ewiges geweckt.

Gedanken des Künstlerin

Das Motorrad ist für mich ein Symbol für Freiheit – obwohl ich kein Motorradfahrer bin. Man kann losfahren, wohin man möchte, ist unabhängig und selbstbestimmt, spürt Wind und Bewegung.

Das Werk steht für dieses Gefühl: frei zu sein und seinen eigenen Weg zu finden.

Während ich dieses Bild geschaffen habe, habe ich diese Freiheit selbst gespürt. Kunst zu machen bedeutet für mich, meiner Leidenschaft zu folgen und Ideen auszudrücken. Darin liegt Freiheit.

Gleichzeitig erinnert der Motorradfahrer daran, dass Freiheit nicht für alle selbstverständlich ist. Es gibt Menschen, deren Leben durch äußere Umstände, Regeln oder Grenzen eingeschränkt ist. Freiheit ist ein wertvolles Gut.

Kurzvita des Künstlers

Markus Schmitz

Markus Schmitz, 1980 in Köln geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Seine Zeichnungen zeugen von einer fantasievollen Liniensprache und dienen als Grundlage für seine Cut-Outs. Er arbeitet mit der Technik des Scherenschnitts, die er als zeitgenössisches Ausdrucksmittel weiterentwickelt. In einem Abstraktionsverfahren entstehen präzise Arbeiten, deren ausgeschnittene Flächen das Motiv oder die Erzählung nur noch als Spur abbilden und deren Schattenwurf die Bildfläche in den Raum erweitert.

Seine Werke sind im öffentlichen Raum in Frankfurt a.M. und in Rüdesheim am Rhein zu sehen und wurden u.a. in der Galerie L’Atlas in Paris, in der Heussenstamm Galerie in Frankfurt a.M. und im Kunst | Haus 2226 in Lustenau gezeigt.

Solidarität

Solidarität beginnt zunächst mit jedem Einzelnen.

Es geht darum, sich selbst anzunehmen und zu akzeptieren, um gesund zu wachsen und diese Haltung dann mit anderen zu teilen. Dafür ist ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse und eine Wachheit für sich selbst erforderlich.
Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Franziskuswerks können wir durch das Einbringen unserer Begabungen und Erfahrungen die Solidarität und damit den Teamgeist stärken und als Weggemeinschaft auf Zeit Menschen mit Assistenzbedarf begleiten. Wir übernehmen eine Mitverantwortung im “Haus des Lebens”, in dem alle Menschen und Lebewesen ein gutes Leben führen sollen.
Das Franziskuswerk ist somit Teil der Gesellschaft und trägt Verantwortung für eine sozial ökologisch umfassende Solidarität.

Gedanken der Künstlerin

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Kurzvita der Künstlerin

Judith Egger

Judith Egger, geboren 1973, lebt und arbeitet in München. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Holzbildhauerin in Oberammergau, studierte anschließend Kommunikationsdesign in Augsburg und England und erwarb ihren Master of Arts am Royal College of Art in London.

Ihr vielseitiges künstlerisches Werk umfasst Installation, Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Video und Performance. Inhaltlich beschäftigt sie sich intensiv mit Natur, organischem Wachstum, Veränderungsprozessen und der Lebenskraft von Organismen. Dabei verbindet sie künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und in verschiedenen Kunst- und Kulturprojekten präsentiert.

Ein im Rahmen der GAP-Strategieplans Deutschland 2023-2027 gefördertes LEADER-Projekt im Freistaat Bayern.