Jasmin K. – Leitende Erzieherin und Heilpädagogin für Kinder

Die Arbeit mit Menschen ist genau Ihr Ding. Was sind Ihre Aufgaben im Franziskuswerk und wie kam es dazu?

Ich bin die Leitung vom Burgkindergarten und von der Kindertagesstätte Benjamin. Ich sehe mich als Bindeglied zwischen dem Franziskuswerk und den Kollegen und koordiniere beide Häuser gemeinsam mit meinen stellvertretenden Leitungen. Zuständig bin ich für die pädagogische Umsetzung, die Platzbelegung, die Personalplanung, Unterstützung bei Elterngesprächen und vielem mehr.

Mit 13 Jahren habe ich schon babygesittet. Mir hat das total Spaß gemacht und alle haben gesagt: “Ja, dann machst du mal was mit Kindern, oder?” Bevor ich zum Franziskuswerk gekommen bin, war ich Kinderpflegerin in einem anderen Integrationskindergarten in Dachau. Aufgrund meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich für mein Erzieherpraktikum eine Stelle gesucht und hier wurde mir das Franziskuswerk empfohlen. Eine Mitarbeiterin aus dem Kindergarten Benjamin hat mir die Stelle ans Herz gelegt, da ich auch weiter integrativ arbeiten wollte. Sie sagte, dass sie schon seit zehn Jahren im Franziskuswerk arbeitet und es nie bereut hat.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag?

Das Team war relativ jung und ich fand die Leitung sehr mitreißend. Ihre empathische und freundliche Art hat mich irgendwie begeistert. Mit der Kollegin, die mich angeworben hatte, bin ich in der Pause durch den Ort gegangen. Wir haben dann vielleicht fünf Klienten und Kollegen getroffen und jeder wurde herzlich begrüßt und hat sich gefreut. Man kam irgendwie gleich ins Gespräch und war gleich mittendrin.

Wie nehmen Sie das Miteinander im Franziskuswerk wahr?

Das Franziskuswerk ist ein toller Arbeitgeber. Es fühlt sich so an, als würde man schon immer dazu gehören. Inzwischen ist dieses Empfinden sogar noch größer geworden. Weil ich sehr vernetzt bin, lerne ich immer wieder neue Menschen kennen. Du kannst hier einfach jeden anrufen und um Unterstützung bitten.

Ich bin daran interessiert, Dinge besser zu verstehen und mich immer weiter zu entwickeln. Vielleicht ist das familiär bedingt. Weiterbildung war in unserer Familie immer ein großes Thema und meine Oma hat mich immer sehr unterstützt. Gerade beende ich mein Studium zur „Personenzentrierten Beraterin für Kinder und Jugendliche“ und es gibt schon wieder fünf weitere Dinge, die mich interessieren würden. Es ist dieser innere Antrieb, der mich neugierig macht. Fortbildungen im Franziskuswerk sind für mich wie eine Ruhephase auf einer Insel. Die Referenten sind personenzentriert und es ist hier sehr familiär.

Was ist Ihnen persönlich als Leitungskraft für die Zusammenarbeit mit Ihrem Team wichtig?

Auch wenn ich mein Team anschaue, denke ich sehr familiär und möchte, dass es jedem gut geht. Es ist manchmal als Leitung gar nicht so einfach, sich nicht immer um alle Belange zu kümmern und sich nicht ausnutzen zu lassen. Ich möchte gerne die Selbständigkeit fördern. Seit ich zwei Leitungsstellen habe, komme ich mehr auf die Metaebene, weil ich nicht immer direkt da bin. Ich kann mich jetzt mehr um das Pädagogische und Beratende kümmern. Das gefällt mir. Und manchmal braucht es auch Humor. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer irgendeinen Spaß machen muss. Das ist dann auch mal in der Teamsitzung oder bei einer Fachweiterbildung wichtig. Damit wissen meine Kollegen auch, dass bei mir nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Woran merken Sie, dass Sie hier im Franziskuswerk genau am richtigen Platz sind?

Ich gehe wahnsinnig gerne zur Arbeit und ich kann hier im Franziskuswerk so sein, wie ich bin. Das habe ich auch den Leuten zu verdanken, die an mich geglaubt haben – wie meine Bereichsleiterin vom Kinder- und Jugendbereich, die für mich ein großes Vorbild ist. Bei ihr gehe ich mit drei Fragen rein und gehe mit fünf Antworten raus. Bei ihr weitet sich nach jedem Gespräch mein Horizont. Ich bin richtig stolz, dass sie an mich geglaubt hat und dass ich jetzt da bin, wo ich bin. Ich konnte so viel mehr erreichen als ich je gedacht hätte. Ich arbeite sehr gerne im Franziskuswerk und mir macht das einfach viel Spaß. Ich möchte, dass dieses neue Modell mit zwei Kitas und einer Leitung wirklich gut funktioniert und die Teams und natürlich die Kinder und Eltern zufrieden sind. Das wichtigste für mich ist, dass es den Mitarbeitern und vor allem den Kindern gut geht. Dann bin ich sehr zufrieden.