Wut- und Krisenmanagement (Wu-Ki) bei Menschen mit Intelligenzminderung (Einführ

Kursnummer
9311014
Termin
06.04.2022 — 07.04.2022
Tages-Uhrzeiten
Mittwoch, 6. April 2022, 9.30 bis 17 Uhr, und Donnerstag, 7. April 2022, 9 bis 17 Uhr
Anmeldung bis
04.03.2022
Verbindliche Kosten
Kursgebühr € 250,00,– (für FWS Mitarbeiter/innen € 220,00,–), zuzüglich Tagesverpflegung € 33,– / Tag
Ort
Franziskuswerk Schönbrunn - Mehrzweckraum Hs. St. Johannes -
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe und andere Interessierte
Max. Teilnehmerzahl
20

Kursbeschreibung

Es ist doch erstaunlich, dass wir uns bezüglich aggressiver Krisen von Klienten in der Behindertenhilfe zwar um geeignete Deeskalationsprogramme für Mitarbeiter kümmern, aber bislang wenig Aufmerksamkeit darauf verwendet haben, dass die betroffenen Menschen doch eigentlich selbst lernen müssten, mit ihrer Wut besser umzugehen. Wutmanagement ist also das Spiegelbild der bisher bestehenden Deeskalations- und Krisenmanagement-Programme, nur in diesem Fall eben für Menschen mit geistiger Behinderung. Es soll insofern eine Verbesserung der Selbstregulation anstoßen und damit auch zu einem persönlichen „Empowerment“ beitragen. Doch wer führt so ein Trainingsprogramm durch?
Da es nach wie vor in der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland größte Defizite gibt, müssen solche sinnvollen therapeutisch-heilpädagogischen Angebote von Mitarbeitern der Behindertenhilfe erlernt und umgesetzt werden.
Im Wutmanagement werden geistig behinderte Menschen in Einzel- oder Gruppensitzungen dazu ermutigt, durchlebte aggressive Krisen angstfrei aufzuarbeiten und Techniken zu erlernen, wie man mit eigenen starken Gefühlen besser umgehen kann.
Das Wutmanagement-Training lässt sich auch gut als gruppenübergreifendes Angebot in Werkstätten und Wohnheimen integrieren. Es beinhaltet kognitiv-behavioristische Aspekte, soziale Interaktionsübungen, Entspannungs- und Achtsamkeitstraining und das Erstellen von individuellen Krisenplänen. ( Satz gestrichen)
Das im Kurs vermittelte Wutmanagement-Programm basiert auf dem theoretischen und praktischen Konzept von B. Benson (1986/1994), dem Gruppentraining von Gulbenkoglu & Hagiliassis (2002) und den jahrelangen eigenen Erfahrungen aus der psychiatrischen Arbeit des Referenten.
Ziele
Nach der theoretischen Vorstellung und gemeinsamen Diskussion des Konzeptes wird die Kurzform eines Wutmanagements in Einzelsitzung erlernt und geübt. In diesem Zusammenhang wird auch die Problematik einer stellvertretenden Assistenz für ein Wutmanagement für schwer geistig behinderte Klienten zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus werden auch einige Einheiten des Programms für Gruppen (leichte bis mittelgradige geistige Behinderung) in folgenden Bereichen erprobt: Affektregulation, soziales Training anhand von individualisierten Rollenspielen, Achtsamkeits- und Körperübungen.

Dozenten


Zur Anmeldung