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19.03.2012

Japanische Delegation zu Besuch in der Akademie Schönbrunn

Experten der Alten- und Krankenpflege aus Japan mit Angela Hansmann-Görz, die Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe

Experten der Alten- und Krankenpflege aus Japan waren am Montag, den 19. März zu einem Fachaustausch zu Gast in der Akademie Schönbrunn. Angela Hansmann-Görz, die Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe, informierte Hitomi Kanai, Direktorin des Department of Nursing an der Tokyo Ariake University of Medical and Health Sciences, und drei Fachkollegen über die Pflegeausbildungen in Gut Häusern.

Besonders interessiert waren die Gäste an der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Dabei werden Gesundheits- und Krankenpfleger und Altenpfleger nach einem gemeinsamen Lehrplan zusammen in einer Klasse ausgebildet, um so für die vielfältigen Anforderungen in allen Berufsfeldern der Pflege gewappnet zu sein. Im Großraum München ist die Akademie Schönbrunn derzeit die einzige Schule, die diese generalistische Pflegeausbildung anbietet. In Japan ist es bereits jetzt üblich, dass es nur eine grundständige Pflegeausbildung gibt und erst danach eine Spezialisierung z.B. für Kinderkrankenpflege angeschlossen wird. Auch Fragen zu den Inhalten des Lehrplanes, der praktischen Ausbildung und Anleitung, sowie der Ausbildungsvergütung wurden diskutiert.

Die japanische Delegation ist bereits seit dem 14. März 2012 in Deutschland unterwegs und hat unter anderem das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Fachhochschule Bielefeld besucht. Hauptthemen der Reise ist die Pflegesituation im Allgemeinen und speziell die Trends der Pflegeausbildung in Deutschland, Tendenzen, Aufgaben und Probleme der Pflegeausbildungen und die notwendig gewordenen Änderungen und Erweiterungen des Inhaltes des Pflegelehrplans nach dem Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes. In Japan steht die Gesellschaft vor ähnlichen demographischen Veränderungen wie in Deutschland: Immer weniger Kinder werden geboren und die Bevölkerung wird immer älter. Es wird auch dort immer schwieriger, Pflegefachkräfte zu finden und auszubilden. Aus diesem Grunde wollen sich die Hochschullehrer informieren, wie in Deutschland auf diese Herausforderungen reagiert wird. 

Weitere Stationen der Delegation in München sind das bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, die Katholische Stiftungsfachhochschule München, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe und der Evangelische Pflegedienst München e.V.